Seit Ausbruch der Pandemie haben deutsche Apotheken vermehrt Schwierigkeiten, Medikamente wie fiebersenkende Säfte, Antibiotikaglobuli, Schilddrüsen-Tabletten, Blutdruckpräparate und Psychopharmaka zu beschaffen. Luboldt führt dies auf monolithische Wirkstofflieferanten in Asien, aggressive Rabattabkommen und abgestörte Logistikketten zurück. Sie plädiert für eine gestärkte europäische Basisproduktion, Prämien für Hersteller essentieller Arzneimittel, erweiterte Apothekenrechte bei Lieferengpässen und patientennahe Informationskampagnen. Dadurch sollen Verfügbarkeit gesichert und der administrative Aufwand abgebaut werden. So sinken Risiken und Wartezeiten deutlich.