"... und plötzlich sind wir ein Politikum"
1993 wurde die betapharm gegründet, agierte wirschaftlich erfolgreich und bereits 1998 "konnten wir es uns erlauben, nach Sponsoring-Objekten Ausschau zu halten." Doch große Fotos von Scheckübergaben in der Zeitung - "das war nie unser Ziel. Wir haben von Anfang an den Menschen im Mittelpunkt gesehen, erst mal im eigenen Unternehmen und dann bei unserem sozialen Engagement." Es war ein glücklicher Zufall, dass von Augsburg aus ein außergewöhnlich aktiver und innovativer Verein Nachsorge für schwerst-, krebs- und chronisch kranke Kinder und ihre Familien betreibt: der Bunte Kreis. Er stellt die Anliegen des Patienten und seiner Familie in den Mittelpunkt und organisiert alle notwendigen Hilfen ringsum, die über Medizin und Arzneimittel hinausgehen, zum Beispiel bei finanziellen, psychischen oder sozialrechtlichen Problemen. Die betapharm überzeugte sich von der Professionalität und vom Potenzial des Augsburger Nachsorgekonzeptes, stieg in das Sponsoring vor Ort ein und begann gleichzeitig in Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen des Bunten Kreises, an der überregionalen Verbreitung des Modellprojektes zu arbeiten.
"Selbst für mich ist eindrucksvoll, was sich in drei Jahren entwickelt hat", gesteht der Geschäftsführer angesichts einer Übersichtsfolie. Entstanden sind durch die Zusammenarbeit der betapharm mit dem Bunten Kreis, der betapharm Nachsorgestiftung und dem zwischenzeitlich gemeinsam gegründeten, gemeinnützigen beta Institut für sozialmedizinische Forschung und Entwicklung:
· Nachsorgeprojekte in Aachen, Coesfeld, Kempten, Neuburg, Nürnberg, Rosenheim und Trier nach dem Augsburger Modell · die Augsburger Nachsorgeforschung (ANF) mit mehreren Forschungsprojekten · die Augsburger Nachsorgesymposien · Gespräche mit Politikern und Krankenkassen über die Finanzierung des Augsburger Modells im gesetzlichen Gesundheitswesens · der einzigartige telefonische Beratungsdienst betafon für soziale Fragen im Gesundheitswesen · Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für Fachkräfte des Gesundheitswesens, die in ihrem Umfeld die sozialmedizinischen Bedingungen verbessern möchten · mehrere Publikationen
"Und jetzt haben wir hier beim Symposium fast doppelt so viele Anmeldungen wie vor zwei Jahren. Da bin ich stolz darauf und ich möchte allen die Hand reichen, dass sie mit uns an einem großen Ziel arbeiten: Dass Augsburg das Zentrum für psychosoziale Gesundheit in Deutschland wird."
Die hohe Qualität und das innovative Potenzial des Augsburger Case-Management- und Nachsorgemodells sowie das ungewöhnliche Engagement der betapharm haben sich mittlerweile über das Gesundheitswesen hinaus herumgesprochen. So wurde die betapharm mit ihrem Engagement als Vorzeigemodell zur Auftaktveranstaltung des "Internationalen Jahres der Freiwilligen" mit Bundespräsident Rau eingeladen. "Plötzlich waren wir aufgefordert, Flagge zu zeigen. Das hat uns geehrt", gesteht Petra Kinzl, Stiftungsbeauftragte bei betapharm, "aber das war nicht unsere eigentliche Absicht."
Absicht war, sich als Unternehmen im Gesundheitswesen der sozialen Verantwortung zu stellen. "So werden beispielweise Milliarden in die Medizintechnik gesteckt, damit Frühstgeborene überleben", erläutert Horst Erhardt, Gründungsvater des Bunten Kreises und Geschäftsführer des beta Instituts, "aber wir schaffen es nicht, ein paar Millionen für die Betreuung nach der Entlassung zu organisieren." Sein Anliegen ist es, "die sozialpädiatrische Diskussion in Deutschland anzustoßen und dafür zu sorgen, dass nicht mehr aufgehört wird, darüber zu sprechen." Beim beta Institut laufen inzwischen Forschungsprojekte, um eine gesicherte Versorgung zum Beispiel der Früh- und Risikogeborenen zu ermöglichen. Erhardt: "Und das Besondere ist eben, dass wir einen Partner haben, der möchte, dass das, was wir machen, Erfolge im Gesundheitswesen zeigt."
Quelle: Pressemeldung betapharm Arzneimittel GmbH
Dieser Beitrag wurde bisher 59 mal gelesen.
(Rang 742 auf pharma-infos.de)
Weitere News
Europäische Auszeichnung für BDI- Ehrenpräsident Dr. Gerd Guido Hofmann
09.11.2011 | Die U.E.M.S., die Europäische Fachärzte Union, hat den Ehrenpräsidenten des Berufsverbands Deutscher...
weiter in Europäische Auszeichnung für BDI- ...Wirkstoffverordnung bringt Patienten keine Vorteile - weiterhin Regressgefahr für Hausärzte
20.09.2011 | "Apotheker und Hausärzte arbeiten bei der Arzneimittelverordnung vor Ort eng im Sinne der Patienten zusammen...
weiter in Wirkstoffverordnung bringt ...Dr. Emmanuel Siregar: Geschäftsführer Personal und Organisation Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
390 mal gelesen. Rang 10 auf pharma-infos.de.
20.05.2011 | Der Aufsichtsrat der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH hat am 20. Mai Dr. Emmanuel Siregar zum Geschäftsführer...
weiter in Dr. Emmanuel Siregar: ...Pro Generika befürwortet Petition der Deutschen Schmerzliga
18.05.2011 | Kein automatischer Austausch von starken Schmerzmitteln. In einer öffentlichen Anhörung des Deutschen...
weiter in Pro Generika befürwortet Petition ..."Mastitisinitiative 2010": Ein Erfolg in der Mastitisprophylaxe
04.04.2011 | Die Ergebnisse der "Mastitisinitiative 2010" von Pfizer Tiergesundheit belegen: Neue Lösungsansätze für...
weiter in "Mastitisinitiative 2010": Ein ...Aktuelles
Caprolactam- Fabrik in Ludwigshafen feiert 50- jähriges Jubiläum
BASF weltweit größter Hersteller von Caprolactam...
weiter ...Kein Zurück bei der spezialärztlichen Versorgung
Die ambulante spezialärztliche Versorgung (ASV) muss jetzt...
weiter ...Neuigkeiten
KBV unterschätzt Kassenzugriff auf Praxisdaten
gevko will IT-Infrastruktur monopolisieren
weiter ...Schlaganfall - Stammzell- Therapie repariert Hirnschäden
Ein Schlaganfall verursacht nicht selten bleibende...
weiter ...Weitere Themen
Europäische Auszeichnung für BDI- Ehrenpräsident Dr. Gerd Guido Hofmann
Die U.E.M.S., die Europäische Fachärzte Union, hat den...
weiter ...Wirkstoffverordnung bringt Patienten keine Vorteile - weiterhin Regressgefahr für Hausärzte
"Apotheker und Hausärzte arbeiten bei der...
weiter ...Archiv
Reinhardt: Von den drängenden Problemen an Kliniken ist keines wirklich gelöst
Druck durch Ärztemangel wird weiter zunehmen
weiter ...Suche nach Lebensrettern: Über 400 Gothaer Mitarbeiter lassen sich für die DKMS typisieren
Konzernweite Typisierungsaktion des Versicherers am 4....
weiter ...Verschiedenes
BASF verlegt Hauptsitz des Unternehmensbereichs Dispersions & Pigments nach Hongkong
Die BASF plant den weltweiten Hauptsitz des...
weiter ...Reinhardt: Heilkunde muss allein ärztliche Aufgabe bleiben!
GBA überschreitet Grenze von Delegation zu Substitution
weiter ...
