betapharm schließt Jahr 2004 erfolgreich ab
2004 war für die pharmazeutische Industrie ein turbulentes Jahr. Nach Einführung des GKV-Modernisierungsgesetzes (GMG) erlitt der Arzneimittelmarkt bei einem Gesamtvolumen von 20,5 Milliarden Euro einen Umsatzrückgang von 0,8 Prozent. Laut Aussagen des Deutschen Generikaverbandes gehören die Generika-Anbieter zu den Hauptverlierern des GKV-Modernisierungsgesetzes.
Trotz Erhöhung und Ausweitung des Herstellerrabatts und Verschärfung der Festbetrags- und Aut-idem-Regelung zeigt sich betapharm-Geschäftsführer Peter Walter mit der Entwicklung des Unternehmens zufrieden: ?Bei einem Gesamtvolumen von 161 Millionen Euro konnten wir ein Umsatzwachstum von 7,9 Prozent erzielen und so an den Erfolg vom Vorjahr anknüpfen. Dank zahlreicher Patentabläufe mit 17 Produkteinführungen haben wir dem verstärkten Verdrängungswettbewerb getrotzt. Im Mittelpunkt standen dabei Präparate für den Einsatz in der Langzeittherapie, vor allem bei Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und des zentralen Nervensystems.? Hauptumsatzträger in 2004 waren für betapharm unter anderem der Cholesterinsenker Simvabeta, die blutdrucksenkenden Präparate mit den Wirkstoffen Enalapril beziehungsweise Ramipril sowie der Protonen-Pumpen-Hemmer Omebeta.
Neben dem weiteren Ausbau der Produktpalette auf 132 Wirkstoffe in 848 verschiedenen Handelsformen nennt Peter Walter vor allem die Fortführung seiner verantwortungsbewussten und sozial orientierten Geschäftsstrategie als Grund für den anhaltenden Erfolg. Ziel des Engagements ist es, die Patientenversorgung in Deutschland zu verbessern und die psychosoziale Gesundheit zu fördern. Gemeinsam mit dem Augsburger Kooperationspartner beta Institut hat betapharm 2004 wichtige Meilensteine erreicht:
So entstanden nach dem Vorbild des Bunten Kreises, einer von betapharm unterstützten Nachsorgeeinrichtung für chronisch und schwer kranke Kinder, im vergangenen Jahr fünf weitere Nachsorgeinitiativen in Deutschland - beratend begleitet durch das beta Institut. Insgesamt gibt es derzeit 17 Bunte Kreise, die deutschlandweit familienorientierte Nachsorge anbieten.
Papilio, ein Kindergartenpräventionsprojekt, fördert die sozial-emotionale Kompetenz von Kleinkindern und beugt der Entstehung von Verhaltensproblemen vor. 2004 wurde das Modellprojekt in 25 Kindergärten der Modellregion Augsburg auf seine Wirksamkeit und Machbarkeit hin evaluiert. Die Detailauswertung der Studie läuft noch. Teilergebnisse zeigen jedoch, dass Papilio prosoziales Verhalten steigert und Verhaltensauffälligkeiten reduziert.
mammaNetz, eine Begleit- und Orientierungsstelle für Frauen mit Brustkrebs, bietet seit mehr als einem Jahr in Augsburg Informationen und Beratung. Erste Zwischenergebnisse der begleitenden Forschungsstudie ergaben, dass 92,9 Prozent der betreuten Frauen "höchst zufrieden" und weitere 7,1 Prozent "recht zufrieden" mit der Betreuung sind. Angesichts der erfolgreichen Entwicklung in Augsburg soll das Projekt nun deutschlandweite Verbreitung finden. Mehrere Kliniken und Praxisnetze haben bereits Interesse angemeldet, ein erster Workshop dazu fand im November 2004 statt. Zudem werden in Zukunft Apotheken in die Versorgung der Patientinnen einbezogen.
Durch sein soziales und gesellschaftliches Engagement hat es betapharm geschafft, sich deutlich von anderen Pharmaunternehmen abzugrenzen. Diese Politik hat wesentlich zur Steigerung des Markenwertes beigetragen und die Bekanntheit bei Ärzten und Apothekern erhöht (Quelle: medupha-Studie 2004). Das überzeugte auch das Venture-Capital-Unternehmen 3i, seit März 2004 Eigentümer der betapharm.
Für 2005 plant betapharm verstärkt den Ausbau nicht-verschreibungspflichtiger Arzneimittel zu günstigen Preisen.
Mit der geplanten Gründung der beta healthcare GmbH & Co. KG als Unternehmensgruppe stellt sich betapharm den Herausforderungen im Gesundheitsmarkt. Die betapharm Arzneimittel GmbH bietet als "Flaggschiff" der Gruppe die finanzielle Basis für die Weiterentwicklung des gemeinnützigen beta Instituts und für den Aufbau der neu gegründeten beta healthcare solutions GmbH.
Quelle: Pressemeldung betapharm Arzneimittel GmbH
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