Teddybär-Krankenhaus nimmt Kindern die Angst vorm Arzt
Zum zehnten Mal schlägt das Teddybär-Krankenhaus sein Behandlungs-Zelt auf dem Universitätsplatz in Heidelberg auf: Vom 23. bis 25. Juni 2009 können Kinder ihre kranken Stofftiere und Puppen von Heidelberger Medizinstudenten behandeln lassen. Die Sprechstunden sind Dienstag, 23. Juni, von 9 bis 13 Uhr, Mittwoch, 24. Juni von 9 bis 16 Uhr und Donnerstag, 25. Juni von 9 bis 13 Uhr. Ziel des Projekts ist es, Kindern auf spielerische Weise die Angst vor einem Arztbesuch oder einem Krankenhausaufenthalt zu nehmen.
Teddy-Krankenhaus mit Behandlungszimmer, Operationssaal, Apotheke und Krankenwagen
Die Organisatoren der Veranstaltung, Medizinstudenten der Universität Heidelberg, ehrenamtlich tätig in der bvmd-Austausch-Gruppe (Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland) und der European Medical Students" Association (EMSA), haben Kindergartengruppen aus Heidelberg und Umgebung eingeladen. Auch unabhängig von einer Kindergartengruppe können Eltern mit ihren Kindern das Teddybär-Krankenhaus besuchen.
Im bunt geschmückten Sanitätszelt behandeln die Teddy-Docs die Plüsch-Patienten in einem großen Behandlungsraum. Auch ein Operationssaal, eine Apotheke und ein Wartezimmer stehen bereit. Außerdem können die Kinder einen Krankenwagen des Roten Kreuzes erkunden.
Im Wartezimmer wird den Kindern mit Malbüchern und Bastelsachen ein erster Einblick in das Innere des menschlichen Körpers vermittelt. Danach geht es ins Behandlungszimmer, wo die Teddy-Docs die Krankengeschichte von den "Eltern" der Stofftiere erfragen. Anschließend werden die Teddys untersucht und behandelt. Dies beschränkt sich auf nicht-invasive Maßnahmen wie Abhören, Abtasten und Verbände anlegen.
Je nach Diagnose kommen die kleinen Patienten zum Röntgen oder auch in den Operationssaal. Mit dem passenden Rezept können die "Eltern" in die Apotheke, wo sie - statt echter Medizin - mindestens ebenso wirksame Gummibärchen und Bonbons erhalten.
Arztbesuch spielerisch näher bringen
Die Heidelberger Studenten wollen den Kindern die ungewohnte Situation beim Arzt oder im Krankenhaus spielerisch näher bringen. Die Kleinen werden groß, tragen als "Eltern" die Verantwortung für ihre Plüschtiere und erzählen deren Krankengeschichte. Eine neue Situation, der sie mit viel Neugier und Eifer begegnen. Im Vorfeld erarbeiten die Kinder im Kindergarten das Thema "Krankheit" und besprechen die Krankheitsgeschichten der Plüschtiere. Auch die Medizinstudenten bereiten sich auf ihre Rolle als "Ärzte" vor. Erfahrene Teddy-Docs berichten den jüngeren, wie die Kinder in bestimmten Situationen reagieren und welche Fragen sie häufig stellen.
Teddybär-Krankenhäuser gibt es inzwischen europaweit
Die Idee des Teddybär-Krankenhauses stammt ursprünglich aus Skandinavien. In Heidelberg wird das Projekt seit zehn Jahren mit großem Erfolg durchgeführt. Das Teddybär-Krankenhaus ist über die Landesgrenzen hinaus beliebt: Kinder in ganz Europa können ihre Plüschtiere von Teddy-Docs behandeln lassen.
Ansprechpartner für Journalisten während der Veranstaltung:
Karl Hillger
Deutsches Rotes Kreuz
Tel.: 0173 / 320 14 65
Im Vorfeld der Veranstaltung:
Mirja Senner Organisationsteam Teddybärkrankenhaus
bvmd Heidelberg
Mobil: 0176 / 49 15 24 05
E-Mail: teddybaerkrankenhaus.hd@googlemail.com
Quelle: Pressemeldung Universitätsklinikum Heidelberg
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