Suche nach Lebensrettern: Über 400 Gothaer Mitarbeiter lassen sich für die DKMS typisieren

04.10.2011 | Köln
Konzernweite Typisierungsaktion des Versicherers am 4. Oktober Kölner Rockband Brings unterstützt Deutsche Knochenmarkspenderdatei

Alle 45 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch an Blutkrebs (Leukämie), darunter häufig Kinder und Jugendliche. Obwohl für viele Patienten eine Stammzellspende die einzige Chance auf Leben ist, kann für jeden fünften bislang kein geeigneter Spender gefunden werden.

Deshalb führt die Gothaer am 4. Oktober eine bundesweite Aktion durch, im Rahmen derer sich die Mitarbeiter der Gothaer und der Tochterunternehmen ASSTEL und Janitos an ihrem Arbeitsplatz typisieren lassen können. Fast 700 Mitarbeiter der Gothaer sind bereits aus früheren Betriebstypisierungen in der Spenderdatenbank registriert - mehr als 400 weitere haben sich zur heutigen Aktion angemeldet. "Ein schöner Erfolg", so Schirmherr Michael Kurtenbach, Personalvorstand der Gothaer. "Als großer Arbeitgeber tragen wir soziale Verantwortung. Wir freuen uns über das Engagement unserer Mitarbeiter und unterstützen sie bei einer späteren Stammzellspende."

Unterstützung für die DKMS gab es am Aktionstag von der Kölner Rockband Brings: "Als Musiker können wir viele Menschen erreichen und vielleicht den einen oder anderen für die gute Sache mobilisieren", so Bandleader Peter Brings anlässlich der Veranstaltung.

Eine lebensrettende Chance durch Unternehmen und den Einzelnen

Die Suche nach geeigneten Spendern zu unterstützen, ist auch für Michael Kurtenbach ein wichtiges Anliegen: "Es ist gleichzeitig eine Selbstverständlichkeit und etwas Besonderes, einem kranken Menschen diese einmalige und sogar lebensrettende Chance zu geben, während man selbst gesund ist", erklärt der Personalchef und Vorstandsvorsitzende der Gothaer Krankenversicherung AG, der sich bei der ersten bundesweiten Betriebstypisierung des Konzerns im Jahr 2007 in die Deutsche Knochenmarkspenderdatei aufnehmen ließ. Jeder fünfte Gothaer Mitarbeiter ist bei der DKMS registriert oder hat sich zur Aktion angemeldet.

Geldspenden wichtig

"Wir freuen uns natürlich besonders, wenn ein Unternehmen uns so langfristig unterstützt", so der Vorsitzende der DKMS Geschäftsführung, Professor Stefan Winter, über das Engagement des Konzerns seit 1995. Bislang sind auch über 32.000 Euro Geldspenden von der Gothaer an die DKMS geflossen. Bei der aktuellen Aktion können auch die Mitarbeiter direkt Geld an die Deutsche Knochenmarkspenderdatei spenden. Denn jede Typisierung kostet die DKMS 50 Euro. Die Gothaer übernimmt diese Kosten für die Typisierung ihrer Mitarbeiter während der Aktion.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Gewebemerkmalkombinationen zweier Menschen übereinstimmen, liegt bei 1:20.000 bis 1:mehreren Millionen. Deshalb ist es wichtig, dass sich so viele Menschen typisieren lassen. "Mein Lebensgefährte ist im letzten Jahr an Leukämie erkrankt", so die 43-jährige Gothaer Mitarbeiterin Petra Dahm aus Berlin. "Das war eine schwere Zeit. Nach längerer Suche hat er eine Stammzelltransplantation erhalten und es geht ihm heute wieder besser. Die Anteilnahme unter meinen Kollegen war sehr groß. Damals erfuhr ich, dass viele bereits bei der DKMS registriert sind."

Über die DKMS:

Die DKMS ist mit über 2,5 Millionen registrierten Spendern weltweit die größte Spenderdatei. In 20 Jahren konnte sie bereits fast 27.000 Spender vermitteln. Hinweis an die Redaktion: Bitte besuchen Sie auch unsere Internetseite www.dkms.de mit allen wichtigen Informationen zur Typisierung, Stammzellspende und News.

Über die Gothaer:

Die Gothaer ist mit vier Milliarden Euro Beitragseinnahmen und rund 3,5 Millionen versicherten Mitgliedern eines der größten deutschen Versicherungsunternehmen. Angeboten werden alle Versicherungssparten. Dabei setzt der Versicherer auf qualitativ hochwertige persönliche Beratung der Kunden.

Quelle: Pressemeldung Gothaer Versicherungsbank VVaG

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