Staatssekretär Georg Schütte: "Exzellente Forschung zum Wohl der Patienten"

05.05.2010 | Berlin
BMBF fördert drei weitere "Gesundheitsregionen der Zukunft" mit insgesamt über 22 Millionen Euro. Gewinner in Berlin geehrt

Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), prämierte am Mittwoch auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit in Berlin die Gewinner der zweiten Runde des Wettbewerbs "Gesundheitsregionen der Zukunft". Die herausragenden Konzepte der Regionen Hamburg, Greifswald und Mannheim überzeugten die hochrangig besetzte, unabhängige Jury. Sie werden in den kommenden vier Jahren mit jeweils rund 7,5 Millionen Euro gefördert. Dazu kommt derselbe Betrag von Partnern aus den drei Regionen. "Wir brauchen eine Gesundheitsforschung, die so schnell wie möglich den Patienten zugutekommt", betonte Schütte bei der Siegerehrung. "Die Gesundheitsregionen zeigen, wie das individuelle Potenzial von Verantwortlichen aus der medizinischen Forschung, Entwicklung und Gesundheitsversorgung mobilisiert werden kann." Die 18-köpfige Jury mit Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesundheitswesen betonte in ihrer Erklärung: "Diese Regionen forschen exzellent, vernetzen die relevanten Akteure, vor Ort' effektiv und werden die Ergebnisse zum Wohle der Menschen in die Praxis überführen."

Die Gesundheitsregion Ostseeküste (Greifswald) wird mit der finanziellen Förderung nun ein Aktionsbündnis gegen multiresistente Bakterien aufbauen. Diese Bakterien sind ein zunehmendes Problem bei der Behandlung älterer oder chronisch kranker Patienten. Als Modellregion für Deutschland soll gezeigt werden, wie die Ausbreitung der Erreger eingedämmt werden kann. Die Gesundheitsmetropole Hamburg stellt sich mit dem "Netzwerk Psychische Gesundheit" der Herausforderung, die psychische Gesundheit der Bevölkerung nachhaltig zu verbessern. Die Gesundheitsmetropole fokussiert sich dabei vor allem auf Psychosen, Depressionen, Essstörungen und Alkoholmissbrauch im Jugendalter. Ziel der Metropolregion Rhein-Neckar (Mannheim) ist die bessere Versorgung chronisch kranker Patienten. Durch moderne Informationstechnologien sollen Versorgungsstrukturen aufgebaut werden, die sich an dem Bedarf chronisch kranker Patienten orientieren. Hierfür wird unter anderem eine elektronische Patientenakte entwickelt.

"Bisher war die Gesundheitswirtschaft in Deutschland traditionell in Forschung, Entwicklung und Verwertung getrennt. Der Wettbewerb ,Gesundheitsregionen der Zukunft' trägt nun dazu bei, diese Bereiche zu verzahnen.", sagte Georg Schütte. Das BMBF zeichnete bereits im vergangenen Jahr mit den Regionen Neckar-Alb/Stuttgart und Nordbrandenburg zwei herausragende Gesundheitsregionen aus. Um das breit gefächerte Spektrum der innovativen Konzepte möglichst vieler Gesundheitsregionen zu analysieren, initiiert das BMBF nun eine wissenschaftliche Begleitforschung für die Arbeit der Regionen. Anschließend sollen Erkenntnisse und Empfehlungen zur Verfügung stehen, die auch auf andere Regionen übertragen werden können.

Quelle: Pressemeldung Bundesministerium für Bildung und Forschung

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