Sechs neue Genorte im Lipidstoffwechsel identifiziert
Das Konsortium, darunter fünf Wissenschaftler aus den Instituten für Epidemiologie und Humangenetik des Helmholtz Zentrums München stellen erstmals eine Untersuchung zu genetischen Einflüssen auf den Fettstoffwechsel vor, die ausschließlich auf Daten aus der Allgemeinbevölkerung und nicht auf Daten von Erkrankten beruht.
Die betrachteten Blutfette waren Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin, HDL-Cholesterin und Triglyceride. "Diese gelten als wichtige Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes", betont Professor Dr. Thomas Meitinger, Direktor des Instituts für Humangenetik am Helmholtz Zentrum München und Direktor des Instituts für Humangenetik der Technischen Universität München.
In die Analyse gingen die Daten von mehr als 20.000 Personen im Alter zwischen 18 und 104 Jahren ein. Die Teilnehmer stammten aus 16 Studien aus ganz Europa, darunter der KORA-Studie aus Augsburg. Professor Dr. Dr. H.-Erich Wichmann, Direktor des Instituts für Epidemiologie am Helmholtz Zentrum München und Leiter der KORA-Studie, erklärt: "Die Sequenzvarianten in den insgesamt 22 identifizierten Genorten, sechs davon waren noch nicht bekannt, erklären ungefähr fünf Prozent der Unterschiede in den Lipidwerten der europäischen Bevölkerung".
Die Untersuchung genetischer Profile könne wertvolle Hinweise auf Fettstoffwechselstörungen liefern, so die Autoren der Studie. Die Ergebnisse hätten das Potential, klinische wichtige Risiken wie hohe Konzentrationen von "schlechten" Blutfetten wie Gesamt-Cholesterin, LDL-Cholesterin, Triglyzeriden bzw. niedrige Konzentrationen des "guten" HDL-Cholesterin auf Bevölkerungsebene vorherzusagen
Quelle: Pressemeldung Technische Universität München
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