Schmerzen in den Beinen - Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall
Da dieses Risiko nur den wenigsten bewusst ist, veranstaltet die Deutsche Liga zur Bekämpfung von Gefäßer-krankungen e.V. in Kooperation mit sanofi-aventis unter dem Motto "Durchblutung ist Leben - Deutschland macht den Arterien-Check" im September und Oktober eine Reihe von Gesundheitstagen in großen deutschen Einkaufszentren.
Vor Ort können sich Interessierte über das Krankheitsbild PAVK und sei-ne Risiken informieren. Jeweils ab 10:00 Uhr gibt es Vorträge von Experten, einen kostenlosen Risiko-Check sowie persönliche Beratungen für gefährdete Patienten. Informationsmaterialien runden das Angebot ab.
Die PAVK ist eine schwerwiegende Durchblutungsstörung der Beine oder in der Leistengegend, die unbehandelt auch zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen kann. Am häufigsten davon betroffen sind Raucher, weitere Auslöser sind erhöhte Blutfettwerte, Diabetes und Bluthochdruck.
Der Blutfluss in den Arterien verschlechtert sich über Jahre, die Folge: Eine zunehmende Unterversorgung der betroffenen Körperregion mit Sauerstoff und lebenswichtigen Nährstoffen. Unbehandelt kann dieser Mangel zu erheblichen Gewebeschäden und auch zu Schlaganfall und Herzinfarkt führen.
Warnsignal Beinschmerzen
Betroffene leiden zunächst unter Gehschmerzen in den Beinen und Waden. Oft sind sie gezwungen stehen zu bleiben, bis der Schmerz vergeht. Patienten verweilen dann oft vor Schaufenstern und betrachten die Auslagen. Die PAVK hat daher auch den Namen "Schaufensterkrankheit". Schreitet die Erkrankung voran, treten auch im Ruhezustand Schmerzen auf. Wird sogar Gewebe geschädigt, kann eine Amputation nötig sein. Doch die Probleme mit den Beinen sind in der Regel nur die Spitze des Eisbergs. Bereits im frühen Stadium besteht ein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt.
Denn bei 50 Prozent der Betroffenen sind schon die Blutgefäße, die das Gehirn versorgen, betroffen. Die PAVK ist eine "Markererkrankung", ein erstes Indiz für Schlaganfall und Herzinfarkt, die unbedingt ernst genommen werden sollte.
PAVK - einfach zu testen mit ABI-Messung
Oft verwechseln Betroffene eine PAVK mit einer Venenschwäche. Eine einfache Untersuchung kann aber klären, ob eine PAVK vorliegt und ob eine Behandlung oder vorbeugende Maßnahmen erforderlich sind. Der Arzt vergleicht dabei den oberen Blutdruckwert (systolisch) der Knöchel mit dem der Arme. Bei gesunden Gefäßen sind die Werte annähernd gleich, der Quotient (der so genannte Knöchel-Arm-Index, engl. Ankle Brachial Index - ABI) muss bei etwa 1 liegen. Liegt der Quotient unter 0,9, leidet der Patient unter einer arteriellen Verschlusskrankheit und ist damit gefährdet, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden.
Diesen Test können gefährdete Patienten beim Aktionstag kostenlos durchführen lassen.
Quelle: Pressemeldung Sanofi-Aventis
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