Schavan startet Hightech-Geräte für Medizinforschung in Berlin
"Exzellente Forschung braucht exzellente Rahmenbedingungen. Deshalb investieren wir in modernste Ausstattung und Infrastruktur. Nur so können wir den Standort Deutschland attraktiv gestalten für herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die aus der ganzen Welt zu uns kommen", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Dienstag zur Eröffnung der neuen medizinischen Hochfeld-Magnetresonanz-Anlage in Berlin-Buch. "Diese Magneten sollen auch als Magnet auf Spitzen-Wissenschaftler wirken."
Die beiden neuen Hightech-Tomographen (ein sogenanntes 7-Tesla-Gerät für Untersuchungen an Menschen und ein 9,4-Tesla-Gerät für Tieruntersuchungen) sollen Bilder von extrem hoher Auflösung aus dem Körperinnern liefern. Die magnetischen Feldstärken sind mehr als doppelt so hoch wie die, die bisher in der Klinik verwendet werden. Das Ziel der Forschung ist eine bessere Bildqualität bei kürzeren Messzeiten. Krankhafte Veränderungen sollen erkannt werden, lange bevor es spürbare Krankheitssymptome gibt, um Patienten rechtzeitig behandeln zu können und so Leiden zu vermeiden oder zu lindern. In erster Linie wird es um Herz-Kreislaufforschung gehen. Aber auch für die Krebs- und Neuroforschung stehen die Geräte zur Verfügung.
Die Tomographie-Anlage ist Teil des Experimental and Clinical Research Center (ECRC), das das zur Helmholtz-Gemeinschaft gehörende Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) und die Charité gemeinsam auf dem Campus Berlin-Buch errichten. Das BMBF investiert insgesamt rund 30 Millionen Euro in das Forschungszentrum. Die Tomographie-Anlage kostet rund 11,5 Millionen Euro. Davon trägt das BMBF rund 9 Millionen Euro, das Land Berlin eine Million Euro und die Physikalisch Technische Bundesanstalt (PTB) einen Anteil in Höhe von 1,5 Millionen Euro. Aufgrund seiner hohen magnetischen Feldstärke ist der 35 Tonnen schwere 7-Tesla-Magnet mit einem Käfig aus 230 Tonnen Stahl abgeschirmt. Damit wird sichergestellt, dass die unmittelbare Umgebung nicht von dem Magneten beeinflusst wird und auch der Magnet selbst vor Störungen von außen sicher ist.
Quelle: Pressemeldung Bundesministerium für Bildung und Forschung
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