Schavan: "Wir stärken die Spitzenforschung in Ostdeutschland"
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt gezielt die Stärken der ostdeutsche Forschungslandschaft und fördert mit seinem Programm "Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern" elf weitere Standorte. Bundesforschungsministerin Annette Schavan gab am Montag zusammen mit dem Vorsitzenden der Jury, Prof. Hans N. Weiler, die elf Gewinner der zweiten Förderrunde bekannt. Die Sieger erhalten jeweils zwischen zehn und 14 Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren. Insgesamt stehen für die zweite Runde 135 Millionen Euro zur Verfügung. Die ausgezeichneten Verbünde bearbeiten Themen wie Energietechnik und erneuerbare Energien, Medizintechnik und Gesundheit, Nanomaterialien, Biotechnologie oder Geotechnik.
"Mit diesem Programm stärken wir die Universitäten und Forschungseinrichtungen in ihrer Profilbildung, und wir unterstützen die beteiligten innovativen Unternehmen darin, technologisch bedeutsame Zukunftsmärkte zu bearbeiten. Ziel ist der Ausbau nachhaltiger Forschungskooperationen in Ostdeutschland. So legen wir gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten mit unserer Innovationspolitik die entscheidende Grundlage für Wachstum und Arbeitsplätze", sagte Schavan. Das Programm festigt als Teil der Hightech-Strategie der Bundesregierung die notwendige Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft.
Für die zweite Runde des Programms hatten die fünf Neuen Länder und Berlin in einem ersten Schritt Projekte für ihr jeweiliges Land ausgewählt und beim Bundesforschungsministerium eingereicht. Die insgesamt 24 Strategiekonzepte wurden jetzt in einem zweiten Schritt durch eine unabhängige, 20-köpfige Jury begutachtet.
Der Juryvorsitzende Prof. Hans N. Weiler (Stanford University) betonte am Montag die überzeugende Qualität der erfolgreichen Forschungsvorhaben. Hier verbinde sich, so Weiler, ausgewiesene Spitzenforschung mit einem bemerkenswerten Potenzial für wirtschaftlich-technologische Innovation in einer breiten Palette von wichtigen Wachstumssektoren. Alle erfolgreichen Anträge zeichneten sich durch ein strategisches Gesamtkonzept für leistungsfähige Verbünde aus, in denen sich die Wertschöpfungskette von der Grundlagenforschung bis zur potenziellen Anwendung widerspiegelt. "Die Gutachter sind vom Ergebnis dieses Wettbewerbs voll überzeugt und haben ihre Entscheidung auf der ganzen Linie einvernehmlich getroffen. Die ausgewählten Standorte und Regionen haben das Potenzial, auch international wettbewerbsfähige Forschungsstrukturen und -kapazitäten weiter zu entwickeln und mit der regionalen und überregionalen Wirtschaft zu verknüpfen. Ich werde mit großem Interesse ihre Entwicklung in den nächsten Jahren verfolgen."
Bei den Initiativen handelt es sich um einen Verbund mehrerer Partner, wobei die Federführung bei einer Hochschule oder außeruniversitären Forschungseinrichtung in Ostdeutschland liegen muss. Das Programm ist offen für Themen verschiedener Fachrichtungen. Die Initiativen sollten interdisziplinär ausgerichtet sein und relevante Forschungsinstitutionen außerhalb Ostdeutschlands in ihr Bündnis einbeziehen.
Von den erfolgreichen Bewerbungen kommen zwei aus Sachsen (Chemnitz, Freiberg), eine aus Sachsen-Anhalt (Halle-Wittenberg), zwei aus Thüringen (Jena), drei aus Mecklenburg-Vorpommern (Greifswald, Rostock), eine aus Berlin und zwei aus Brandenburg (Potsdam). Mit den sechs Pilotprojekten aus der ersten Förderrunde stehen damit jetzt insgesamt 17 Initiativen in den Neuen Ländern für Spitzenforschung und Innovation.
Quelle: Pressemeldung Bundesministerium für Bildung und Forschung
Dieser Beitrag wurde bisher 75 mal gelesen.
(Rang 679 auf pharma-infos.de)
Weitere News
Gartenmöbel: Komfort und Sicherheit müssen stimmen
20.04.2012 | Wenn das schöne Wetter nach draußen lockt, dürfen gemütliche Stühle, Liegen und Tische nicht fehlen. "Beim...
weiter in Gartenmöbel: Komfort und Sicherheit ...Europäische Auszeichnung für BDI- Ehrenpräsident Dr. Gerd Guido Hofmann
09.11.2011 | Die U.E.M.S., die Europäische Fachärzte Union, hat den Ehrenpräsidenten des Berufsverbands Deutscher...
weiter in Europäische Auszeichnung für BDI- ...Wirkstoffverordnung bringt Patienten keine Vorteile - weiterhin Regressgefahr für Hausärzte
20.09.2011 | "Apotheker und Hausärzte arbeiten bei der Arzneimittelverordnung vor Ort eng im Sinne der Patienten zusammen...
weiter in Wirkstoffverordnung bringt ...Dr. Emmanuel Siregar: Geschäftsführer Personal und Organisation Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
576 mal gelesen. Rang 5 auf pharma-infos.de.
20.05.2011 | Der Aufsichtsrat der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH hat am 20. Mai Dr. Emmanuel Siregar zum Geschäftsführer...
weiter in Dr. Emmanuel Siregar: ...Pro Generika befürwortet Petition der Deutschen Schmerzliga
18.05.2011 | Kein automatischer Austausch von starken Schmerzmitteln. In einer öffentlichen Anhörung des Deutschen...
weiter in Pro Generika befürwortet Petition ...Aktuelles
Caprolactam- Fabrik in Ludwigshafen feiert 50- jähriges Jubiläum
BASF weltweit größter Hersteller von Caprolactam...
weiter ...Kein Zurück bei der spezialärztlichen Versorgung
Die ambulante spezialärztliche Versorgung (ASV) muss jetzt...
weiter ...Neuigkeiten
KBV unterschätzt Kassenzugriff auf Praxisdaten
gevko will IT-Infrastruktur monopolisieren
weiter ...Weitere Themen
Gartenmöbel: Komfort und Sicherheit müssen stimmen
Wenn das schöne Wetter nach draußen lockt, dürfen gemütliche...
weiter ...Europäische Auszeichnung für BDI- Ehrenpräsident Dr. Gerd Guido Hofmann
Die U.E.M.S., die Europäische Fachärzte Union, hat den...
weiter ...Archiv
Reinhardt: Von den drängenden Problemen an Kliniken ist keines wirklich gelöst
Druck durch Ärztemangel wird weiter zunehmen
weiter ...Suche nach Lebensrettern: Über 400 Gothaer Mitarbeiter lassen sich für die DKMS typisieren
Konzernweite Typisierungsaktion des Versicherers am 4....
weiter ...Verschiedenes
BASF verlegt Hauptsitz des Unternehmensbereichs Dispersions & Pigments nach Hongkong
Die BASF plant den weltweiten Hauptsitz des...
weiter ...Reinhardt: Heilkunde muss allein ärztliche Aufgabe bleiben!
GBA überschreitet Grenze von Delegation zu Substitution
weiter ...
