Sanofi-aventis kauft Fovea, ein französisches Biotech-Unternehmen, das auf Augenheilkunde spezialisiert ist
Fovea wurde im Jahr 2005 in Paris gegründet. Derzeit hat das Unternehmen drei Präparate in der klinischen Prüfung, es verfügt über eine einzigartige Technologieplattform und mehrere Forschungsprogramme zur Behandlung von Augenkrankheiten.
Die drei Produkte von Fovea, die sich in der klinischen Entwicklung befinden, sind:
FOV 1101, Augentropfen mit fixen Kombination von Prednisolon und Cyclosporin, werden derzeit in der Phase II zur Behandlung von chronischer Konjunktivitis geprüft:
FOV 2302, eine intravitreale Darreichungsform eines Plasma-Kallikrein-Hemmers, wird in Phase I für die Behandlung eines durch einen Netzhautvenenverschluss induzierten Makulaödems getestet.
FOV 2304, ein starker Antagonist von Bradykinin-B 1-Rezeptoren in Tropfenform, soll spätestens Ende November 2009 in die Phase I zur Behandlung diabetischer Makulaödeme eintreten.
"Die Übernahme von Fovea, einem der bedeutendsten französischen biopharmazeutischen Unternehmen für Augenheilkunde, ist ein weiterer Schritt in Richtung unseres Unternehmensziels, uns auf neue Ansätze zur Stärkung unseres R&D-Portfolios zu konzentrieren", erklärte Christopher A. Viehbacher, CEO von sanofi-aventis. "Fovea mit seiner einzigartigen Technologieplattform stellt eine große Chance für sanofi-aventis im vielversprechenden Bereich der Augenheilkunde dar, der aufgrund des medizinischen Bedarfs und der alternden Bevölkerung dynamisch wächst. Ich freue mich sehr, Fovea in der sanofi-aventis-Familie willkommen heißen zu können und mit hoch motivierten Teams zusammenzuarbeiten, um Patienten mit Augenkrankheiten innovative Behandlungsmöglichkeiten zu bieten."
Über seine Entwicklungspräparate hinaus verfügt Fovea über wissenschaftliche Expertise rund um die firmeneigene Forschungsplattform, die auf die Augenheilkunde und besonders auf Erkrankungen der Netzhaut abzielt, sowie über mehrere laufende Entwicklungsprogramme gegen Glaukome, Retinopathia Pigmentosa und altersbedingte Makuladegeneration.
Fovea setzt auf eine enge Verflechtung mit dem Vision Institute auf, dessen Gründer und Präsident Professor José A. Sahel vom National Eye Hospital in Paris ist. Dort sind mehrere Forschungsteams der Universität Pierre und Marie Curie vereint, des INSERM und CNRS, eines klinischen Forschungszentrums, das sich ausschließlich der Augenheilkunde widmet, sowie des National Reference Center for Genetic Retinal Disease.
"Wir sind sehr froh, dass wir künftig zu sanofi-aventis gehören. Wir werden dadurch mit den Ressourcen und der Expertise ausgestattet, die wir benötigen, um unser Geschäft auszubauen und um die Effizienz unserer Produkte in zulassungsrelevanten klinischen Studien zu demonstrieren", sagte Bernard Gilly, Präsident und CEO von Fovea Pharmaceuticals. "Dank der kontinuierlichen Unterstützung unseres Gründers Professor José A. Sahel ist unser Team hoch motiviert, und wir sind zuversichtlich, erfolgreich dazu beitragen zu können, Patienten, die Gefahr laufen, das Augenlicht zu verlieren, innovative Behandlungen zu ermöglichen."
Gemäß den Vereinbarungen des Vertrags stimmt sanofi-aventis zu, Fovea für einen Unternehmenswert von insgesamt 370 Millionen Euro zu kaufen, inklusive einer Sofortzahlung und nachfolgenden Meilensteinzahlungen für die drei klinischen Präparate.
Es wird erwartet, dass das Geschäft im vierten Quartal 2009 abgeschlossen werden wird, vorbehaltlich der kartellrechtlichen Freigabe unter Berücksichtigung des Hart-Scott-Rodino Kartellgesetzes.
Quelle: Pressemeldung Sanofi-Aventis
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