Sandoz/Hexal in Deutschland: Rekordergebnis in Zeiten der Integration

19.01.2006 | Holzkirchen
Das Jahr 2005 prägte die Firmengeschichten von Sandoz und Hexal entscheidend. Am 21. Februar 2005 wurde der Vertrag zur Übernahme von Hexal durch Novartis unterzeichnet. Durch diesen Zusammenschluss und die Eingliederung von Hexal in Sandoz, die Generikasparte von Novartis, ist das weltweit zweitgrößte Generikaunternehmen entstanden.

In Deutschland und einigen weiteren Ländern bleiben Hexal und Sandoz als eigenständige Marken bestehen. Die wichtigsten Schwerpunkte des Präparateportfolios von Hexal und Sandoz sind Herz-Kreislauf-Medikamente, Schmerztherapeutika, Stoffwechsel- und Magen-Darm-Präparate.

Die insgesamt über 4.200 Mitarbeitenden in elf Niederlassungen in Deutschland - davon fünf in den neuen Bundesländern - zeigen die Bedeutung des heimischen Standorts auf. Das Produktionszentrum Salutas Pharma GmbH in Magdeburg gehört mit 1.344 Mitarbeitern zu den wichtigsten Wirtschaftsfaktoren der Region. Auch mit der im Juni erfolgten Verlegung des Sandoz Headquarters von Wien nach Holzkirchen investiert Sandoz/Hexal weiter in Deutschland. Das Unternehmen verspricht sich davon außerdem einen engeren Anschlusses an das operative Geschäft und eine größere Nähe zu den wichtigsten Produktionsstätten.

Highlights Sandoz/Hexal Deutschland 2005

Die Integration der beiden Unternehmen Sandoz und Hexal schritt in Deutschland schneller voran als geplant. Trotz der vielfältigen Integrationsaufgaben und der damit einhergehenden erheblichen Mehrbelastung der Mitarbeiter, konnte Sandoz/HEXAL Deutschland das Jahr 2005 mit einem exzellenten zweistelligen Umsatzwachstum abschließen.

Im Mai 2005 führte Sandoz das Produkt Terbinafin Sandoz" (Original: Lamisil") als "Early Entry" drei Monate vor Patentablauf ein. Hexal kam mit Terbinafin HEXAL" sechs Wochen vor Patentablauf auf den Markt. Dies ist ein gutes Beispiel dafür, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen forschenden Pharmaunternehmen und Generikaanbietern zu einer Win-Win-Situation für alle Beteiligten führen kann: Weil die Produkte der konzerneigenen Generika-Sparte als erste im Markt waren, konnte die Novartis-Gruppe ihren Volumen-Marktanteil im Terbinafin-Markt auf 46% (von 23% vor Sandoz/Hexal-Einführung) erhöhen.

Mit Fentanyl-HEXAL" brachte Hexal außerdem als erstes Generikaunternehmen ein Fentanylhaltiges Schmerzpflaster auf den Markt, die erste verfügbare preiswerte Alternative zum bis dahin umsatzstärksten Arzneimittel in Deutschland. Fentanyl-HEXAL" wurde von Hexal in achtjähriger Forschungsarbeit selbst entwickelt. Zum Zeitpunkt der Einführung war Hexal europaweit das einzige Unternehmen, das Fentanyl-Pflaster entwickelt, produziert und unter eigenem Namen vermarktet. Fentanyl-HEXAL" ermöglicht für die gesetzliche Krankenversicherung ein Einsparpotenzial von über 60 Mio. Euro pro Jahr.

Ausblick Sandoz/Hexal 2006

Seit Januar gehört Calcium-Sandoz", das vorher von Novartis Consumer Health vermarktet wurde, zur Sandoz-Gruppe und verstärkt dort zusammen mit Magnesium-Sandoz", Zink-Sandoz" und Eisen-Sandoz" den Bereich OTC wesentlich. Der bereits bekannte TV-Spot zu Calcium-Sandoz" mit Senta Berger wurde neu auf Sandoz umgestellt und wird seit Anfang Januar 2006 ausgestrahlt.

Insgesamt erwartet Sandoz/Hexal in Deutschland ein weiteres - wenn auch abgeschwächtes - Wachstum des Generikamarktes. Wichtige Patentabläufe im Jahr 2006 sind z.B. Tamsulosin (Alna/Omnic), Azithromycin (Citromax"), Alfuzosin und Leuprorelin.

Besondere Herausforderungen für das Jahr 2006 bringt das AVMG (Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz) mit sich, das am 1. April 2006 in Kraft treten wird. Zum einen entfällt mit dem Wegfall der Naturalrabatte eine wichtige Einnahmequelle für Apotheker. Es ist abzusehen, dass sich neue Wege im Markt etablieren werden.

Zum anderen werden sich die Margen der Generikahersteller durch die im AVWG vorgesehene Absenkung der Festbeträge und den Zwangsrabatt von 16 % verringern. Dies wird zu einer weiteren Konsolidierung der Branche Anlass geben.

Sandoz Deutschland ist gut gerüstet, um diese Herausforderungen zu meistern. Die vergangenen Investitionen in Eigenentwicklungen werden sich rechnen, da dadurch mehr Spielraum in der Preisgestaltung besteht.

Einen großen Vorteil gegenüber den Wettbewerbern wird Sandoz/Hexal erwartungsgemäß aufgrund der starken, sehr präsenten OTC-Marken verzeichnen. Die Nachfrage der Verbraucher und die dadurch erzielten Absatzmengen werden eine Anpassung auf die Marktentwicklungen im erforderlichen Maß erlauben.

Quelle: Pressemeldung HEXAL AG

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