Roche investiert 86 Millionen Schweizer Franken am Standort Mannheim
Roche investiert 86 Millionen Schweizer Franken (rund 57,3 Millionen Euro) in den Bau einer neuen Produktionseinheit im Bereich Pharma am Standort Mannheim. Hier soll ab 2013 eine neue Therapieform des Brustkrebsmedikaments Herceptin (Wirkstoff Trastuzumab) produziert und verpackt werden.
Thomas Schmid, Sprecher der Geschäftsführung der Roche Diagnostics GmbH, erläutert: "Mit dieser neuen Therapieform betreten wir einen neuen, vielversprechenden Weg in der Behandlung von Krebspatienten. Der Roche-Standort Mannheim verfügt im Bereich der Produktion von sterilen Arzneimitteln über eine breite Expertise. Die Entscheidung der Schweizer Konzernleitung, die neue Produktionseinheit für die Marktversorgung in Mannheim anzusiedeln, zeigt das Vertrauen des Konzerns in die Kompetenz der Roche Diagnostics GmbH auf diesem Gebiet."
Normalerweise erhalten Brustkrebspatientinnen, die mit dem Wirkstoff Trastuzumab behandelt werden, ihr Medikament intravenös im Krankenhaus oder beim behandelnden Arzt; dies dauert rund 60 Minuten. Wird der Wirkstoff mit einem speziellen Enzym - einer so genannten Hyaluronidase - kombiniert, ist es möglich, Trastuzumab innerhalb von nur fünf Minuten subkutan - also direkt in das Unterhautgewebe - zu applizieren. Dabei sorgt das Enzym für eine temporäre lokale Auflockerung des Gewebes, so dass dieses den Wirkstoff aufnehmen kann, der dann über das Lymphsystem an seinen Wirkort gelangt. Dies eröffnet völlig neue Möglichkeiten für die Therapie, denn die betroffenen Frauen werden in die Lage versetzt, sich das Medikament selbst zu verabreichen. Dadurch gewinnen sie Zeit und Unabhängigkeit.
Quelle: Pressemeldung Roche Deutschland Holding GmbH
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