Raymond C. Stevens bekleidet die 21. Friedrich-Merz-Stiftungsgastprofessur
Das Arbeitsgebiet von Professor Stevens sind G-Protein-gekoppelte Rezeptoren. Das Wissen um ihre Struktur ist wesentlich für die Entwicklung von Arzneistoffen unterschiedlichster Erkrankungen.
Mit etwa 800 Millionen Mitgliedern stellen G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCRs) die größte Familie von Membranproteinen im menschlichen Genom dar. Als Signalschnittstelle der Zelle sind sie Wirkort von über 40% der auf dem Markt erhältlichen Arzneien und seit Jahrzehnten Gegenstand intensiver pharmazeutischer Forschung.
Dabei war ihre dreidimensionale Form bis vor kurzem noch unbekannt. Erst vor wenigen Jahren konnte die Struktur einiger Vertreter dieser Proteinfamilie durch neue Verfahren der Strukturbiologie aufgeklärt werden.
Merz-Stiftungsgastprofessor Raymond Stevens hat dabei maßgeblich zur Entwicklung auf diesem Gebiet beigetragen, seine Arbeitsgruppe am Scripps Research Institute in La Jolla, Kalifornien, konnte im vergangenen Jahr die Struktur mehrerer weiterer GPCRs identifizieren und somit der Forschung auf diesem Gebiet neue Impulse verleihen.
"Im Rahmen der Entwicklung von Therapien für neurodegenerative Erkrankungen forscht Merz selber seit vielen Jahren auf diesem Gebiet. Wir freuen uns daher sehr, dass mit Professor Stevens einer der herausragenden Vertreter der Rezeptorforschung für die Gastprofessur gewonnen werden konnte", sagt Dr. Martin Zügel, CEO der Merz Pharmaceuticals GmbH.
Quelle: Pressemeldung Merz GmbH & Co. KGaA
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