Prostatapatienten wollen bei Behandlung mitreden
Das Prostatakarzinom zählt in Deutschland mit knapp einem Viertel (22 %) aller Neuerkrankungen zu den häufigsten Krebsarten bei Männern. Etwa 11.000 sterben daran jedes Jahr - das ist rund jeder zehnte männliche Krebstote. Die Krankheit schreitet nur sehr langsam voran und wird von den Betroffenen - Männer ab dem 50. Lebensjahr - anfangs oft gar nicht bemerkt. In einem frühen Stadium kann der Krebs meist durch eine Operation entfernt werden. In fortgeschrittenem Stadium wird hingegen versucht, die Erkrankung zu bremsen, indem die Produktion des Hormons Testosteron stark gesenkt wird. Testosteron nährt gewissermaßen das Tumorwachstum. Als Alternative zur chirurgischen Kastration hat sich in den letzten Jahren die medikamentöse Hormontherapie etabliert: so genannte LHRH-Wirkstoffe (LHRH = Luteinisierendes Hormon-Releasing-Hormon) haben den gleichen Effekt. Laut der GfK-Patientenbefragung begrüßen es die meisten Betroffenen (81%), wenn die hierfür nötigen Spritzen nur alle sechs Monate gegeben werden müssen, anstatt jeden oder alle drei Monate.
Weniger Injektionen und somit Arztbesuche sowie mehr Flexibilität bei der Lebensgestaltung wur-den hierfür als wichtigste Gründe genannt. Wie andere Untersuchungen bereits gezeigt haben, ruft jede Injektion außerdem von neuem die mit der Krebserkrankung verbundenen Sorgen und Ängste wieder verstärkt in Erinnerung. Dies kann sich negativ auf die Lebensqualität der Betroffenen auswirken.
Seit Beginn dieses Jahres ist in Deutschland erstmalig eine 6-Monatsdepotspritze zugelassen, die eine Testosteron senkende Behandlung des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms über sechs Monate ermöglicht.
Das GfK-Marktforschungsinstitut befragte im Dezember 2006 und Januar 2007 je 40 Prostata-krebspatienten aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und den Niederlanden. Die Interviews fanden anhand standardisierter Fragebögen statt.
Quelle: Pressemeldung Astellas Pharma GmbH
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