Professor Dr. Andreas Jochen Fallgatter erhält Preis für Hirnforschung in der Geriatrie

24.01.2007 | Frankfurt am Main
Seine wissenschaftliche Arbeit befasst sich mit dem Thema "Nah-Infrarot Spektroskopie (NIRS) bei Alzheimer-Erkrankung." Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird von der Firma Merz gestiftet; wissenschaftlicher Träger ist der Lehrstuhl für Geriatrie an der Universität Witten/Herdecke.

Professor Dr. med. Ingo Füsgen, Lehrstuhlinhaber für Geriatrie an der Universität Witten-Herdecke, überreicht Fallgatter den Preis am 24. Januar im Kloster Eberbach, Eltville. "Die NIRS-Methode könnte in Zukunft eine Frühdiagnostik der Alzheimer-Erkrankung erlauben und damit den baldigen Beginn einer Behandlung mit Antidementiva unterstützen", freut sich Füsgen. Bei Alzheimer-Patienten nimmt die Sauerstoffsättigung im Hirngewebe ab. Dies konnte mit NIRS, einer neuen, nicht-invasiven und optischen Untersuchungsmethode gezeigt werden. NIRS misst die Konzentration der sauerstoffreichen und -armen roten Blutkörperchen im Hirngewebe. Auf diese Weise konnte Fallgatter bereits feststellen, dass während kognitiver Aufgaben wie etwa Zeitungslesen die Hirnoxygenierung bei Alzheimer-Patienten beeinträchtigt ist.

Das Unternehmen Merz, das den Preis für Hirnforschung stiftet, ist auf dem Gebiet der Alzheimer-Forschung führend. Dr. Martin Zügel, CEO der Merz Pharmaceuticals GmbH, erläutert: "Wir wollen mit unserer eigenen Arbeit und durch die Unterstützung der Hirnforschung in der Geriatrie dazu beitragen, dass das alltägliche Leben der Patienten, ihrer Angehörigen und der Pflegekräfte erleichtert wird."

Fallgatter erhält den Preis während des Workshops "Wie können wir Menschen mit Demenz (noch) gerecht werden?", der vom Zukunftsforum Demenz veranstaltet wird. Neben Fallgatter werden zahlreiche deutsche Experten zu dem Thema Demenz referieren und diskutieren.

Der Preis für Hirnforschung in der Geriatrie

Mit dem Preis für Hirnforschung in der Geriatrie sollen Ärzte, Naturwissenschaftler, Pharmakologen, Pflegekräfte, Therapeuten, Psychologen und Soziologen ausgezeichnet werden, deren Arbeiten im Bereich der anwendungsbezogenen Forschung und umgesetzten Grundlagenforschung einen wesentlichen Beitrag zur besseren Diagnostik, Therapie, Versorgung und Betreuung von geriatrischen Patienten mit Hirnerkrankungen geleistet haben.

Stifter des Preises für Hirnforschung ist die Merz Pharmaceuticals GmbH in Frankfurt, wissenschaftlicher Träger das Zentrum für Alternsforschung der Universität Witten/Herdecke. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird kalenderjährlich vergeben. 1993 wurde erstmals eine Arbeit ausgezeichnet.

Das Zukunftsforum Demenz

Die von Merz gegründete Initiative "Zukunftsforum Demenz" hat sich zum Ziel gesetzt, die Versorgung der Demenzkranken in Deutschland zu verbessern, um ihnen möglichst lange ein würdevolles und unter ihren Voraussetzungen erfülltes Leben zu ermöglichen. Daher lautet das Motto des Zukunftsforums "Für ein lebenswertes Morgen".

Quelle: Pressemeldung Merz GmbH & Co. KGaA

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