Professor Dr. Agneta Nordberg erhält den von Merz gestifteten Alois Alzheimer Award 2007
Mit ihren Forschungsarbeiten hat Nordberg nach Ansicht der international renommierten und unabhängigen Expertenjury des AAA maßgeblich zum besseren Verständnis der Erkrankung, ihrer Früherkennung und dadurch auch zur Fortentwicklung von Therapieansätzen bei der Alzheimer-Demenz beigetragen. Der mit 20.000 US-Dollar dotierte Forschungspreis wird von dem pharmazeutischen Unternehmen Merz gestiftet.
Der Alois Alzheimer Award (AAA) wurde am 15. Juni 2007 im Rahmen einer akademischen Feier an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main an die schwedische Professorin Dr. Agneta Nordberg verliehen. Damit wird Nordberg von den internationalen Experten der AAA-Jury für ihr herausragendes Lebenswerk bei der Erforschung der Alzheimer-Demenz geehrt. In ihrer Gastvorlesung anlässlich der Preisverleihung weist Nordberg darauf hin, dass die Alzheimer-Demenz (AD) eine der verheerendsten neurodegenerativen Erkrankungen ist. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass sich die Zahl der an Alzheimer-Demenz Erkrankten bis 2050 auf weltweit 107 Millionen Betroffene vervierfachen wird. Deshalb sei der Fokus der Alzheimer-Forschung darauf ausgerichtet, tiefer gehende Erkenntnisse über die grundlegenden Mechanismen des komplexen intra- und extrazellulären Geschehens bei der Alzheimer-Demenz zu erlangen. Das Ziel ihrer Forschung sei es, diagnostische Methoden zu entwickeln, die eine frühzeitige Entdeckung der Alzheimer-Demenz ermöglichen und Voraussetzung sind für die Entwicklung neuer medikamentöser Behandlungsansätze, so Nordberg.
Der mit 20.0000 US-Dollar dotierte Preis ist vom pharmazeutischen Unternehmen Merz gestiftet. Dr. Martin Zügel, CEO der Merz Pharmaceuticals GmbH, erläutert: "In Anbetracht der demografischen Entwicklung ist es eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, alle Anstrengungen zu unternehmen, um die Alzheimer-Demenz weiter zu erforschen und neue Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Die bahnbrechenden Arbeiten von Dr. Nordberg in der Früherkennung werden uns helfen, noch bessere Therapien gegen die Alzheimer-Demenz zu entwickeln. Merz stellt sich dieser Aufgabe sowohl in der eigenen Arbeit als auch in der Unterstützung wissenschaftlicher Forschungstätigkeiten und Gastprofessuren auf dem Gebiet der Neurologie und Psychiatrie. Angehörigen und Patienten das Leben mit Alzheimer-Demenz zu erleichtern und zukünftig die Erkrankung frühzeitiger erkennen und behandeln zu können, ist Ziel unserer Bemühungen."
Als innovatives, international tätiges Healthcare-Unternehmen hat sich Merz auf die Erforschung und Entwicklung von Medikamenten für neurologische und psychiatrische Erkrankungen konzentriert und ist führend im Bereich der Alzheimer-Forschung. Der Wirkstoff Memantine wurde von Merz entwickelt und ist der weltweit erste Wirkstoff zur Behandlung der moderaten bis schweren Alzheimer-Demenz.
Die Laudatoren und Vorsitzenden der AAA-Jury, Professor Dr. Hans-Jürgen Möller, Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik der LMU München, und Professor Dr. Konrad Maurer, Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, betonen, dass sich Nordberg um die Erforschung der molekularbiologischen Grundlagen der Demenz-Erkrankungen sehr verdient gemacht habe. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit lag auf der Charakterisierung neuronaler nikotinerger Rezeptoren und deren neurodegenerativen Auswirkungen. Damit trage sie wesentlich dazu bei, ein besseres Verständnis der Erkrankung und eine frühzeitigere Diagnose sowie Weiterentwicklung von Therapieansätzen zu ermöglichen. Sie reiht sich mit ihren Arbeiten in eine Riege international erfolgreicher Preisträger ein.
Quelle: Pressemeldung Merz GmbH & Co. KGaA
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