Pfizer weist IQWiG-Vorwürfe zurück
Pfizer weist die Vorwürfe des IQWiG, gegen Patienteninteressen verstoßen zu haben, scharf zurück. Dem IQWiG ist gemäß § 35b SGB V u. a. die Aufgabe zugewiesen, auf Anforderung den Nutzen von Arzneimitteln zu bewerten und dem Gemeinsamen Bundesausschuss als Empfehlung zur Beschlussfassung von Arzneimittelrichtlinien zuzuleiten. Die Bewertungen haben im Vergleich zur Zulassungsentscheidung eine andere Zielsetzung. Bei der Nutzenbewertung geht es nicht um die Überprüfung der Zulassungsentscheidung, sondern um die Bewertung des Nutzens verschiedener Arzneimittel im Vergleich in Bezug auf patientenrelevante Endpunkte wie Mortalität, Morbidität und Lebensqualität. Die vorhandenen Daten und Studien unter diesem Gesichtspunkt zu bewerten ist allein Aufgabe des IQWiG. Wir haben dem IQWiG ausreichend Daten zur Verfügung gestellt, diejenigen Daten, die sich aus unserer Sicht für eine Nutzenbewertung von Edronax" (Wirkstoff Reboxetin) auch im Vergleich zu anderen Arzneimitteln eignen. Eine Verpflichtung, für das Institut alle verfügbaren Daten zusammenzutragen, besteht nicht und ergibt sich auch nicht aus der mit dem IQWiG abgeschlossenen Vereinbarung, die nicht das "ob", sondern das "wie" der Zurverfügungstellung vertraulicher Daten betrifft. Ein Zurückhalten von Studiendaten zum Nachteil von Ärzten und Patienten können wir nicht erkennen. Edronax ist ein bereits älteres Präparat, das heute in der Behandlung der Depression nur noch bei einem kleinen Teil der Patienten eingesetzt wird. Auch unter diesem Gesichtspunkt sind die überzogenen Ausführungen des IQWiG nicht nachvollziehbar.
Hintergrund:
Das Arzneimittel Edronax" ist zur Behandlung depressiver Erkrankungen in Deutschland seit dem 8.12.1997 und in zahlreichen anderen europäischen Ländern behördlich zugelassen. Die Zulassungen basieren auf Studien, die die Wirksamkeit, Verträglichkeit und Unbedenklichkeit des Arzneimittels nachgewiesen haben. Edronax hat danach ein positives Nutzen-Risiko-Profil, die Verkehrsfähigkeit des Arzneimittels ist somit gegeben. Es ist ein verschreibungspflichtiges Präparat, dessen Anwendung in der Behandlung jeweils durch den Arzt verordnet wird.
Pfizer - Gemeinsam für eine gesündere Welt
Der forschende Arzneimittelhersteller Pfizer ist weltweit führend und schwerpunktmäßig auf den Gebieten Human-Arzneimittel und Tiergesundheit tätig. Mit dem höchsten Forschungsetat der Branche (2008: 7,9 Milliarden US-Dollar) setzt der Arzneimittelhersteller mit Hauptsitz in New York neue Standards in der Erforschung und Entwicklung von innovativen Medikamenten. Im Geschäftsjahr 2008 erzielte das Unternehmen weltweit einen Umsatz in Höhe von rund 48,3 Milliarden US-Dollar und beschäftigte rund 81.900 Mitarbeiter.
In Deutschland befinden sich die Unternehmen von Pfizer an fünf Standorten: Berlin, Karlsruhe, Illertissen, Freiburg und Düsseldorf. Pfizer beschäftigt in Deutschland rund 3.800 Mitarbeiter und hat 2008 einen Umsatz von 1,4 Milliarden Euro erwirtschaftet.
Quelle: Pressemeldung Pfizer Pharma GmbH
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