Neues Bündnis zur Erforschung innovativer Therapien gegen Lungengefäßerkrankungen
Lungengefäßerkrankungen sind progressiv verlaufende, zumeist lebensbedrohliche Erkrankungen. Eine besonders aggressive, noch nicht heilbare Form der Lungengefäßerkrankung, die sowohl Kinder als auch Erwachsene betreffen kann, ist die pulmonalarterielle Hypertonie (PAH). Die derzeit verfügbaren Therapien zur Behandlung der PAH, wie etwa PDE-5-Hemmer, Endothelinrezeptor-Antagonisten und Prostacycline, zu deren Entwicklung die Gießener Lungenforscher wesentlich beigetragen haben, führten zu einer Revolutionierung der Behandlung dieser Erkrankung. Weiterhin besteht jedoch dringender Forschungsbedarf, um ergänzend zur symptomatischen Verbesserung eine Heilung dieser tückischen Erkrankung und anderer Formen von Lungengefäßkrankheiten zu erreichen.
Das vorbildhafte "Public-Private-Partnership" bündelt formell die Kompetenz des ECCPS/UGLC in der klinischen Grundlagenforschung von Lungengefäßerkrankungen und Pfizers breite Palette neuer Wirkstoffe und Erfahrung in der Arzneimittelentwicklung. Mit einem Team von Wissenschaftlern und Klinikern aus beiden Institutionen bietet dieses Bündnis eine exzellente Basis, um weitere Fortschritte in der Behandlung von Lungengefäßerkrankungen zu erzielen.
"Wir freuen uns sehr über diese wichtige Zusammenarbeit mit einem der führenden Forschungszentren für Lungengefäßerkrankungen Europas und der ganzen Welt", so Michael Berelowitz, Senior Vice President des Geschäftsbereichs Specialty Care bei Pfizer. "Diese Partnerschaft zwischen Universität und Industrie hat Modellcharakter und bietet uns eine einzigartige Chance, Therapien zu entwickeln, die das Leben von Patienten mit Lungengefäßerkrankungen verändern."
Die neue Allianz fußt auf einer schon längeren, erfolgreichen Zusammenarbeit von Pfizer und dem Gießener Lungenzentrum. So leiteten im Rahmen dieser Zusammenarbeit die Gießener Professoren Friedrich Grimminger und Ardeschir Ghofrani 2003 eine Expedition zum Mount Everest, bei der auch die Wirkungen eines PDE-5-Hemmers von Pfizer auf den Lungenhochdruck und den Gasaustausch untersucht wurde. Bei sehr niedrigem Sauerstoffgehalt in dieser großen Höhe konnten die Wissenschaftler den "Proof of Concept" erbringen, dass PDE-5-Hemmer zur Behandlung von Lungenhochdruck geeignet sind und so wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse über die Wirkungsweise dieser Arzneimittelklasse gewinnen. Diese Untersuchungen und anschließende kontrollierte Studien mit PAH-Patienten bahnten den Weg zur weltweiten Zulassung eines Medikaments zur Behandlung des Lungenhochdrucks.
Das Lungenzentrum der Universität Gießen ist eines der weltweit führenden Kompetenzzentren für die Erforschung von Lungenerkrankungen und verfügt über umfassendes Expertenwissen im präklinischen und im klinischen Bereich. Das UGLC besitzt modernste Einrichtungen, wie sie für die Durchführung dieser wissenschaftlichen Arbeit erforderlich sind. Das UGLC ist Vorreiter der Lungenforschung an der Schnittstelle zwischen Präklinik und klinischer Entwicklung bei Lungengefäßerkrankungen, Lungenfibrose, Infektionserkrankungen der Lunge, Lungenkarzinomen und akuter sowie chronischer respiratorischer Insuffizienz.
Pfizer verfügt über eine starke Tradition in der Forschung und Entwicklung von Lungengefäßerkrankungen. Das Unternehmen hat erst Anfang des Jahres sein Engagement in diesem Bereich mit der Errichtung eines spezialisierten Geschäftsbereichs "Pulmonary Vascular" in Europa verstärkt.
"Für Pfizer ist der wissenschaftlich-medizinische Fortschritt und die Erforschung und Entwicklung innovativer Medikamente für bisher nicht oder nur schlecht behandelbare Krankheiten eine Kernaufgabe - sei es durch eigene Forschungs- und Entwicklungsprogramme oder durch externe Partnerschaften mit anderen Unternehmen oder wissenschaftlichen Einrichtungen," sagt Cees Heimann, President Pfizer Specialty Care in Europa. "Wir sind stolz, unserem Portfolio an viel versprechenden Forschungsprogrammen und -kooperationen ein neues Bündnis hinzufügen zu können. Wir hoffen, dass weitere Partnerschaften folgen werden."
Quelle: Pressemeldung Pfizer Pharma GmbH
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