Neue Verpackung für ein Allround-Talent der BASF

03.12.2009 | Ludwigshafen
Eine neue, zum Patent angemeldete Kunststofffolie schützt den Pharmahilfsstoff Polyvinlypyrrolidon (PVP) der BASF in Zukunft noch besser vor eindringendem Luftsauerstoff und damit vor Oxidation. "Damit kann die BASF ihren Kunden aus der Arzneimittelindustrie eine noch höhere Produktqualität und in der Konsequenz eine verbesserte Patientensicherheit bieten", so Dr. Boris Jenniches vom globalen Business Management PVP der BASF.

Denn für Pharma-Anwendungen gelten höchste Qualitäts-anforderungen. Produkte, Prozesse und Anlagen der BASF übertreffen sogar die strengen internationalen Qualitätsstandards der Arzneimittelindustrie. So zertifizierte das unabhängige Institut United States Pharmacopeia (USP) das von BASF hergestellte PVP: Neben der Einhaltung der Vorgabe zur "guten Herstellungspraxis" (current Good Manufacturing Practice, cGMP) prüfte die USP auch die Qualität sowie die Dokumentation von Produktions- und Qualitätskontrolle. Gleichzeitig wurde das von BASF vermarktete PVP in einem umfangreichen GMP-Audit auch für den europäischen Markt zertifiziert. "Das Bewusstsein für die Qualität der Pharmainhaltsstoffe ist stetig gewachsen. Die BASF garantiert eine konstant hohe Produktqualität und trägt somit zum Erfolg ihrer Pharmakunden bei", so Jenniches.

PVP kommt unter dem Handelsnamen Kollidon" in Tabletten als Binde- und Sprengmittel zum Einsatz. Es macht Tabletten zu einem wahren Hightech-Produkt: Als Bindemittel verbindet es die einzelnen Einsatzstoffe in der Tablette zu einem homogenen Ganzen, als Sprengmittel sorgt es dafür, dass Tabletten in Flüssigkeit wieder zerfallen und den Wirkstoff schnell freigeben. Die bei BASF hergestellten Polyvinylpyrrolidone gehen zu einem großen Teil in den Bereich Pharma.

PVP ist ein Produkt, das schon lange Erfolgsgeschichte schreibt. Vor 70 Jahren, um die Jahreswende 1938/39, entwickelt der Chemiker Walter Reppe in einem Labor der BASF in Ludwigshafen aus Acetylen und Pyrrolidon ein neues Monomer: Vinylpyrrolidon, das wiederum zu dem Polymer Polyvinylpyrrolidon umgesetzt werden kann. Am 1. Januar 1939 wurde Reppes Verfahren patentiert. Schnell war klar, dass der BASF-Forscher ein echtes Allroundtalent entdeckt hatte. PVP ist wasserlöslich, kann aber auch große Mengen Wasser aufnehmen, ist gut hautverträglich, gesundheitlich unbedenklich, temperaturbeständig, pH-stabil, nicht ionisch und farblos. Diese vielfältigen Eigenschaften öffnen PVP ein breites Anwendungsspektrum.

Denn PVP kommt in verschiedenen Produktlinien der BASF auch in der Kosmetik-, Wasch- und Lebensmittelindustrie zum Einsatz. Seit über 50 Jahren sorgt beispielsweise Luviskol" für die Haarfestigung in Gelen und Haarsprays. Divergan" wird bei der Filtration von Bier und bei der Weinbehandlung eingesetzt und sorgt dafür, dass die Getränke längere Zeit klar bleiben.

PVP-Produkte mit dem Markennamen Luvitec" finden in völlig unterschiedlichen technischen Anwendungen Einsatz. So spielt Luvitec beispielsweise bei der Herstellung von Dialyse- oder Wasserfiltrationsmembranen eine entscheidende Rolle. Im Klebestift sorgt es für die richtige Haftung. Dank seiner überaus vielfältigen Eigenschaften finden sich auch heute noch neue Anwendungsfelder für PVP, so dass das Produkt auch in Zukunft fester Bestandteil des BASF-Portfolios sein wird.

Das Ausgangsprodukt für PVP, das N-Vinylpyrrolidon (NVP), wird seit 1939 in Ludwigshafen und seit 1992 auch am BASF-Standort Geismar in den Vereinigten Staaten von Amerika produziert.

Quelle: Pressemeldung BASF SE

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