Klinge Pharma veranstaltet Pressekonferenz zum Thema Venengesundheit

26.07.2002 | München
Mehr als 20 Millionen Menschen in Deutschland leiden an einer Venenschwäche. Auch immer mehr junge Menschen sind davon betroffen. Besonders Personen, die aus beruflichen Gründen viel sitzen und stehen sind gefährdet, aber auch das besonders auf Langstreckenflügen auftretende Economy-Class-Syndrom kann zum Teil zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen wie einer Lungenembolie als Folge einer Thrombose.

Durch Früherkennung und geeignete Vorbeugungsmaßnahmen lässt sich die Gefahr von Folgeschäden eindämmen, auch bei erblicher Veranlagung. Um die Möglichkeiten von Präventionsansätzen zu diskutieren und neue Forschungsergebnisse vorzustellen, lädt die Firma Klinge Pharma am 1. August 2002 um 10.30 Uhr zu einer Pressekonferenz im Hotel Mercure München City ein. Prof. Dr. M. Marshall, Angiologe und Phlebologe, berichtet über Forschungsergebnisse von Prof. Dr. S. Nees zu neuen Aspekte zur Pathogenese und Therapie chronischer peripherer Venenleiden. Zudem wird Prof. Dr. Marshall auf die besondere Problematik, die sich durch Langstreckenflüge ergibt, näher eingehen.

Physikalische Erklärung von Venenerkrankungen

Venenerkrankungen machen sich hauptsächlich an den unteren Extremitäten, den Beinen, bemerkbar. Ein Grund ist der aufrechte Gang, der den Blutfluss aus den Beinvenen zurück zum Herzen erschwert: Das Blut muss bis zu 1,5 m entgegen der Schwerkraft transportiert werden. Eine wichtige Rolle spielen dabei die elastischen Venenklappen, die sich in regelmäßigen Abständen in den Venen befinden. Mit zunehmendem Alter verlieren die Kollagenfasern des Bindegewebes jedoch an Festigkeit und Elastizität und sind auf eine gut trainierte Muskulatur angewiesen. Durch die Verlangsamung des Blutflusses erhöht sich die Gefahr für Thrombosen in den großen Venen. Aber auch in den kleinen Gefäßen (Kapillaren) kommt es durch den Rückstau zu einer Blutdruckerhöhung im Venensystem. Es wird vermehrt Flüssigkeit aus dem Blut ins Gewebe ausgepresst. Diese Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme) verursachen die typischen Symptome wie Schmerzen, Schwellungen und Spannungsgefühl in den Beinen.

Biochemische Erklärungsansätze

Diese rein physikalische Erklärung der Entstehung einer beginnenden Veneninsuffizienz hat

Prof. Dr. Nees durch Erforschung der zellulären und biochemischen Prozesse im venösen Gefäßsystem ergänzt. Gerade die kleinsten Venen, die Venulen, spielen eine große Rolle, da sie an immunologischen Prozessen beteiligt sind, die das Gefäßsystem nachhaltig schädigen können. Bei der Steuerung insbesondere entzündlicher Prozesse ist die Fähigkeit der Endothel(Gefäßwand)-Zellen zur aktiven Kontraktion von Bedeutung. Die dadurch regulierbare Weitstellung oder Schließung ihrer Zwischenzellspalten ist ausschlaggebend dafür, wie viele Abwehrzellen des Immunsystems aus dem Blut ins Gewebe übertreten können. Unter chronisch entzündlichen Bedingungen können diese hochkomplexen Vorgänge entgleisen. Bei einer dauerhaften Weitstellung der Zwischenzellspalten tritt vermehrt Wasser ins Gewebe aus, es bilden sich Ödeme. Die Ödeme beeinflussen den Stoffwechsel der Venenwände und Venenklappen; durch Strukturverluste werden die Venenklappen schließlich funktionsunfähig.

Darauf aufbauende Therapieansätze

Die Therapie der chronisch venösen Insuffizienz zielt neben der rein symptomatischen Behandlung mittels Kompression auch auf die ursächliche Beeinflussung des Geschehens durch die Einnahme von systemischen Venentherapeutika wie z. B. Rosskastaniensamenextrakt. Prof. Dr. Nees konnte dessen Wirkmechanismus in neuen Gewebekulturmodellen aufklären. Rosskastaniensamenextrakt hat eine hemmende Wirkung auf die Kontraktionsfähigkeit von Endothelzellen. Eine dauerhafte Weitstellung der Zwischenzellspalten kann also verhindert werden, die Venenwände werden abgedichtet.

Quelle: Pressemeldung Astellas Pharma GmbH

Dieser Beitrag wurde bisher 72 mal gelesen.
(Rang 736 auf pharma-infos.de)

Klicken Sie hier um zum Anfang der Seite zu gelangen.

Weitere News

BASF verlegt Hauptsitz des Unternehmensbereichs Dispersions & Pigments nach Hongkong

14.11.2011 | Die BASF plant den weltweiten Hauptsitz des Geschäftsbereichs Dispersions & Pigments in Hongkong anzusiedeln....

weiter in BASF verlegt Hauptsitz des ...

Reinhardt: Heilkunde muss allein ärztliche Aufgabe bleiben!

08.11.2011 | GBA überschreitet Grenze von Delegation zu Substitution

weiter in Reinhardt: Heilkunde muss allein ...

Schärfere Kontrollen, mehr Transparenz und härtere Strafen

25.05.2011 | Bundesministerin Aigner setzt "Aktionsplan Dioxin" um. Der Bundestagsausschuss für Ernährung, Landwirtschaft...

weiter in Schärfere Kontrollen, mehr ...

"Sehr gut" von ÖKO-TEST für Cetirizin Heumann

11.05.2011 | Der Nürnberger Generikahersteller HEUMANN PHARMA erhält von ÖKO-TEST in der Ausgabe 02/2011 ein "sehr gut" für...

weiter in "Sehr gut" von ÖKO-TEST für ...

Pflanzenhormon Auxin betätigt einen genetischen Schalter

12.04.2011 | Bei der Entwicklung von Lebewesen taucht ein Muster immer wieder auf: Ein Signal erscheint vorübergehend, doch...

weiter in Pflanzenhormon Auxin betätigt einen ...



Aktuelles

Caprolactam- Fabrik in Ludwigshafen feiert 50- jähriges Jubiläum

BASF weltweit größter Hersteller von Caprolactam...

weiter ...

Kein Zurück bei der spezialärztlichen Versorgung

Die ambulante spezialärztliche Versorgung (ASV) muss jetzt...

weiter ...

Neuigkeiten

Zedernholzsohlen sind angesagt

In vielen Haushalten wird man vor dem Eintreten in die...

weiter ...

KBV unterschätzt Kassenzugriff auf Praxisdaten

gevko will IT-Infrastruktur monopolisieren

weiter ...

Weitere Themen

Gartenmöbel: Komfort und Sicherheit müssen stimmen

Wenn das schöne Wetter nach draußen lockt, dürfen gemütliche...

weiter ...

Europäische Auszeichnung für BDI- Ehrenpräsident Dr. Gerd Guido Hofmann

Die U.E.M.S., die Europäische Fachärzte Union, hat den...

weiter ...