KKH: Mehr Medikamente wegen Grippewelle verordnet
Im Januar 2009 wurden deutlich mehr Medikamente in öffentlichen Apotheken abgegeben als im Januar 2008. Dies ergab die monatliche Auswertung der Arzneimittelkosten der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH). "Ein Grund für den Mengenanstieg könnte die Grippewelle Anfang des Jahres sein. Überdurchschnittlich viele Menschen lagen mit Fieber, Husten und Schnupfen im Bett", erklärt Ingo Kailuweit, Vorstandsvorsitzender der KKH. Vor allem Antibiotika wurden im "Grippemonat" Januar vermehrt verschrieben. "Dadurch hatten wir allein Mehrausgaben in Höhe von 1,2 Millionen Euro", so Kailuweit.
Neben dem Mengenzuwachs treiben vor allem patentgeschützte Originalpräparate die Kosten in die Höhe. Im vergangenen Jahr haben KKH-Versicherte patentierte Originalpräparate im Wert von 398 Millionen Euro erhalten, das waren zirka 27,1 Millionen Euro mehr als 2007. Insgesamt sind die Ausgaben für Medikamente im Jahr 2008 um 6,9 Prozent je Versichertem gestiegen. Dieser Trend setzt sich auch im Januar 2009 fort. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind die Kosten nochmals um 3,7 Prozent je Versichertem gestiegen. Rund 58 Millionen Euro musste die KKH-Allianz für die Medikamente ihrer Versicherten im Januar 2009 aufwenden. Im Januar 2008 waren es rund 55 Millionen Euro. Die stetig steigenden Arzneimittelpreise belasten die Haushalte der gesetzlichen Krankenkassen zunehmend. Deshalb fordert Ingo Kailuweit eine Kosten-Nutzen-Analyse: "Mit den Versichertengeldern muss verantwortungsvoll umgegangen werden."
Quelle: Pressemeldung KKH-Allianz
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