HEXAL unterstützt Aufbau eines Lebendspenderegisters

11.05.2004 | Holzkirchen
In der Bundesrepublik Deutschland warten mehr als 14.000 schwer kranke Patienten auf ein neues Organ. Dem gegenüber stehen nur knapp 4.000 Transplantationen im Jahr. Mit der insgesamt niedrigen Organspendebereitschaft, den steigenden Wartezeiten und den guten Erfolgsaussichten kommt der Lebendspende von lebensnotwendigen Organen eine wachsende Bedeutung zu.

"Mehr als 16 Prozent der transplantierten Nieren in Deutschland sind derzeit bereits Lebendspenden.

Die Ergebnisse der Lebendspende sind signifikant besser als die der Übertragung von postmortal gespendeten Organen. Die Lebendspender müssen jedoch vor und nach der Spende des Organs kompetent medizinisch versorgt und betreut werden.", so Dr. Heike Streu, HEXAL AG. "Mit unserem Beitrag von 5.000 € unterstützen wir die Stiftung Lebendspende, die sich zum Ziel gesetzt hat, Informationen über Lebendspender gezielt zu dokumentieren und sich für die Belange der Lebendspender in der Zeit vor und nach der Spende eines Organs einzusetzen."

"Lebendspender brauchen eine Lobby"

Das Lebendspenderegister nach Schweizer Vorbild dient den Transplantationszentren nicht nur als Datenbank. Die Spezialisten können hier auch auf wertvolle Erfahrungen aus präventiven und postoperativen Kontrollen zurückgreifen. "Lebendspender brauchen eine Lobby", erklärt Frau Prof. Dr. med. Heide Sperschneider von der Stiftung Lebendspende. "Zwar ist die Lebendspende formal durch das Transplantationsgesetz (TPG) von 1997 abgesichert, doch fehlt in vielen Bereichen die praktische Umsetzung. Hier möchten wir ansetzen."

Die Stiftung finanziert sich zu 100 Prozent aus Spenden. Kuratoriumsmitglied Prof. Dr. med. Uwe Heemann: "Wir sind auf finanzielle Unterstützung dringend an-gewiesen, um unsere Arbeit fortführen zu können und die Nachsorge für Lebendspender weiter zu verbessern. Sie haben es verdient."

HINTERGRUNDINFORMATION

Die Stiftung Lebendspende wurde im April 2002 als gemeinnützige Stiftung durch die Deutsche Transplantationsgesellschaft e.V. gegründet. Als Mitglieder des Kuratoriums konnten Prof. Dr. med. Heide Sperschneider, Jena, und Prof. Dr. med. Uwe Heemann von der Technischen Universität München gewonnen werden. Prof. Heemann leitet die Abteilung Nephrologie am Klinikum rechts der Isar, München. Frau Prof. Sperschneider ist Leiterin des Dialysezentrums in Jena. Beide setzen sich seit vielen Jahren klinisch und wissenschaftlich mit dem Thema Lebendspende auseinander.

Quelle: Pressemeldung HEXAL AG

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