Gesundheitsfürsorge: Kampf gegen vernachlässigte Krankheiten
Die Krankheiten nehmen die Kraft zum Arbeiten und schwächen ganze Gemeinschaften. Eines der Millennium-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen weist auf die Bedeutung des Kampfes insbesondere gegen diese Krankheiten hin.
Aus diesen Gründen hat Bayer Hilfsprogramme entwickelt, um Chagas und die Afrikanische Schlafkrankheit zu behandeln. Hier werden Medikamente kostenlos zur Verfügung gestellt, die auf der "WHO Essential Drug List" stehen, der Liste der unentbehrlichen Medikamente der Weltgesundheitsorganisation WHO.
Neue Therapien für die Afrikanische Schlafkrankheit
Bayer hat am 22. September 2009 mit der WHO vereinbart, über einen Zeitraum von fünf Jahren jährlich 400.000 Tabletten seines Medikaments Lampit mit dem Wirkstoff Nifurtimox zur Verfügung zu stellen, um damit in den betroffenen Ländern Afrikas eine Kombinationstherapie zusammen mit Eflornithin zu ermöglichen. Die kombinierte Anwendung hat sich in klinischen Studien, die in diesem Jahr abgeschlossen wurden, als wirksam im Kampf gegen die Afrikanische Schlafkrankheit erwiesen und eröffnet neue Chancen bei der Behandlung später Stadien dieser Erkrankung.
Bereits seit 2001 kooperiert Bayer mit der WHO im Kampf gegen die tödliche Gefahr. Das Unternehmen stellt ein Medikament mit dem Wirkstoff Suramin für die Monotherapie eines früheren Stadiums der Schlafkrankheit bereit.
Laut Weltgesundheitsorganisation leiden eine halbe Million Menschen im tropischen Afrika an dieser Krankheit. Sie kostet jedes Jahr bis zu 70.000 Menschenleben. Die Erreger sind Parasiten mit dem Namen Trypanosoma, die durch den Speichel der Tsetsefliege beim Stich auf den Menschen übertragen werden.
Gemeinsame Hilfe mit der WHO in Lateinamerika
Im Kampf gegen die Chagas-Krankheit in Lateinamerika arbeitet Bayer HealthCare seit 2002 mit der WHO zusammen. Im April 2007 wurde ein Fünfjahresvertrag abgeschlossen, in dem Bayer HealthCare die kostenlose Lieferung von insgesamt 2,5 Millionen Lampit-Tabletten mit dem Wirkstoff Nifurtimox garantiert und zudem die notwendige Logistik mit insgesamt 1,5 Millionen US-Dollar unterstützt.
Die Chagas-Krankheit wird durch einzellige Parasiten, die Trypanosomen, ausgelöst. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt durch Raubwanzen, die so genannten Triatominen. Seit 2005 gilt diese Krankheit als vernachlässigte Tropenkrankheit, zu deren Eindämmung erhebliche Ressourcen notwendig sind.
Unbehandelt schreitet die Krankheit unaufhaltsam fort und führt oft im frühen Erwachsenenalter zum Tod durch Herzversagen. Jedes Jahr sterben etwa 14.000 Menschen an der Chagas-Krankheit, laut Daten der WHO sind bis zu 14 Millionen infiziert und für etwa 28 Millionen besteht das Risiko der Infektion.
Medizinische Innovationen für die Behandlung von Tuberkulose
Zusätzlich zu den Programmen gegen vernachlässigte tropische Krankheiten investiert Bayer in Möglichkeiten, innovative, patentgeschützte Antiinfektiva zum Kampf gegen jene vernachlässigte Krankheiten anzubieten, bei denen ein dringender Bedarf für neue Therapien besteht.
Zusammen mit der Global Alliance for TB Drug Development engagiert sich das Unternehmen für die klinische Entwicklung eines Wirkstoffes, um Tuberkulose (TB) besser behandeln zu können. Bei erfolgreichem Studienresultat könnte der Behandlungszeitraum von bislang sechs Monaten durch eine Kombinationstherapie mit dem von Bayer hergestellten Wirkstoff Moxifloxacin um ein Drittel reduziert werden.
Gemeinsam mit der Global TB Alliance wird sich Bayer Healthcare dann dafür einsetzen, Tuberkulosepatienten Moxifloxacin zu erschwinglichen Preisen zugänglich zu machen, vor allem in Entwicklungsländern mit hoher Krankheitslast.
Tuberkulose-Infektionen sind in Industrieländern selten geworden, da die Krankheit erfolgreich durch die moderne Medizin bekämpft werden konnte. Weltweit treten jedoch jährlich neun Millionen neue Fälle von aktiver Tuberkulose auf, und fast zwei Millionen Menschen sterben daran.
Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
Quelle: Pressemeldung Bayer Schering Pharma AG
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