FCKW-Verbot: Viele Asthma-Patienten müssen umgestellt werden Vorlesen

16.12.2002 | München
Ab Januar 2003 ist in Deutschland die Herstellung und der Vertrieb FCKW-haltiger inhalativer Steroide verboten. Damit fällt eine der letzten Ausnahmen vom allgemeinen FCKW-Verbot aus dem Jahr 1991. Nach dem Montreal-Protokoll zum Schutz der Ozonschicht von 1987 dürfen Ausnahmegenehmigungen nur befristet für "wichtige Verwendungszwecke" z. B. aus gesundheitlichen Gründen erteilt werden.

Diese Bedingung trifft auf inhalative Steroide zur Behandlung von Asthma nicht mehr zu, weil sichere und erprobte FCKW-freie Alternativpräparate zur Verfügung stehen.

Die Ozonschicht der Stratosphäre absorbiert die hochenergetische UV-Strahlung der Sonne und stellt somit einen wichtigen Schutzschild dar. Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe (FCKW) zerstören die schützende Ozonschicht, indem sie reaktive Chloratome freisetzen, die als Katalysatoren reagieren.

Seit die Verwendung von FCKW für andere Zwecke verboten ist, machen Asthmasprays mehr als ein Drittel der Ozonschicht-schädigenden Emissionen in Deutschland aus. Trotz der Einführung FCKW-freier Darreichungsformen hat sich dieser Anteil in den letzten Jahren nicht wesentlich vermindert. Diese Entwicklung entspricht nicht dem Ziel des Montrealer Abkommens. Aufgrund der Tatsache, dass wirksame und erprobte Asthma-Sprays ohne FCKW zur Verfügung stehen, hat das Bundesinstitut für Arzneimittel- und Medizinprodukte nun keine weitere Verlängerung der Ausnahmegenehmigung für inhalative Steroide erteilt.

Umstellen woraufΑ

Damit gilt das FCKW-Verbot ab dem 1. Januar 2003 für die Wirkstoffe Beclometason, Budesonid, Dexamethason, Flunisolid, Fluticason und Triamcinolon. Alle Asthma-Patienten, die noch Aerosole mit diesen Wirkstoffen und FCKW als Treibmittel verwenden, müssen auf FCKW-freie Präparate umgestellt werden. Die Fujisawa Deutschland GmbH bietet bereits seit mehreren Jahren gleich 2 erprobte und bewährte FCKW-freie Alternativen an: Das Dosierspray Junik" und den Pulverinhalator Budecort" Novolizer".

Kleine Partikel - kleine Dosis

Für Patienten, die weiterhin Sprays verwenden möchten, eignet sich das Dosierspray Junik", ein Aerosol mit dem Glukokortikoid Beclometason (BDP) in HFA, einem für das Ozon-Schutzschild ungefährlichen Treibgas. Die Umstellung von einem FCKW-Spray auf Junik" gestaltet sich für den Patienten sehr einfach. Er erhält die gewohnte Applikationsform; auch die Anzahl der Hübe pro Tag ist identisch.

Junik" erzeugt sehr kleine Füssigkeitströpfchen. Die Partikelgröße eines Aerosols bestimmt, wie tief das Medikament in die Lunge gelangt. Je feiner die Partikel, desto sicherer erreichen sie auch die "kleinen Atemwege", also die Terminalbronchien, Bronchioli und Alveolen, die zusammen etwa 90% der Lungenoberfläche ausmachen. Die BDP-Partikel von Junik" sind fein genug, um in den "kleinen Atemwegen" für eine ausreichend hohe Steroidkonzentration zu sorgen. Somit kann die Gesamtdosis von Beclometason verringert werden. Dies konnte in Langzeit-Vergleichsstudien mit herkömmlichen Spray-Aerosolen sowohl für Kinder als auch für erwachsene Asthma-Patienten gezeigt werden (Pedersen et al. 2002, Pediatrics 109:e92; Fireman et al. 2001: Ann Allergy Asthma Immunol 86:557-565). Ein Hub des HFA-BDP-Aerosols enthält deshalb weniger Wirkstoff als der eines herkömmlichen FCKW-haltigen Sprays. Junik" ist nicht nur als Spray, sondern auch als besonders leicht zu bedienender Autohaler", der durch den Atemzug des Patienten automatisch ausgelöst wird, erhältlich.

Quelle: Pressemeldung Astellas Pharma GmbH

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