"Ehrlicher Umgang mit den Zahlen ist gefragt!"
"Wenn Frau Schmidt prahlt, dass mit dem Report deutlich geworden sei, welche Einsparpotentiale realisiert worden seien, so muss sie auch dazu stehen, dass ein Großteil davon nur durch Einmaleffekte erzielt wurde", erläutert Dr. Thomas und führt weiter aus, "dass die Vorzieheffekte aus 2003, das nur 2004 wirkende Preismoratorium und der ebenfalls nur in 2004 realisierte Herstellerrabatt die nun vorgestellten Zahlen eindeutig geschönt haben."
Hinzu kämen die langfristig negativen Auswirkungen durch die Umstellung der Apothekervergütung. "Damit sind teure Präparate preiswerter und günstige Präparate teurer geworden. Dies schlägt sich bei der von Frau Schmidt so nachdrücklich geforderten Verordnung von Generika negativ nieder", stellt Dr. Thomas klar und ergänzt, dass auch die langfristig wirkenden Festbeträge keine oder gar eine preissteigernde Wirkung zeigten. Nicht zuletzt seien durch Vorab-Zuzahlungsbefreiungen Kostensteigerungen unvermeidbar.
"Dieser Tatsachen muss sich Frau Schmidt durchaus bewusst gewesen sein, als Sie die Verantwortung für hohe Arzneikosten pressewirksam den Ärzten zuschob und die Abkehr von Me-Too Präparaten sowie eine noch stärkere Verordnung von Generika forderte", konstatiert Dr. Thomas und stellt klar, dass in Deutschland mit 70 % eine hohe Generika Quote erreicht sei. Zu Me-Too Präparaten greife der Arzt lediglich, wenn mit dem neuen Produkt weniger Nebenwirkungen oder andere Vorteile erzielt würden und nicht weil er Marketingkampagnen erliege oder gar einen persönlichen Vorteil durch seine Verschreibungen realisiere.
Quelle: Pressemeldung Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.
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