Deutsches Unternehmen SCHOTT übergab Spende von 25.000 Euro für abgebrannte Schule in Russland

09.09.2010 | Mainz
Der Vorsitzende des Vorstandes der SCHOTT AG, Mainz (Deutschland), Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer, übergab gestern einen Scheck in Höhe von 25.000 Euro (rund 975.000 Rubel) an die Direktorin der Schule des abgebrannten Dorfes Verchnjaja Vereja, Irina Alieva. Die Feierstunde fand in der Schule des Nachbarortes Doschatoe statt. Seit Schulbeginn am 1. September werden dort die 50 Schüler aus Verchnjaja Vereja unterrichtet.

Die Administration der Region Nizhny Novgorod wurde durch Irina Negrebetskaya, Direktorin der Abteilung Internationale Wirtschaftsbeziehungen, vertreten. Das Geld ist bestimmt zum Kauf von Winterkleidung, Schuhen und Schulmaterialien für die Kinder sowie technischen Geräten für den Unterricht. "Wir freuen uns, den Kindern und Jugendlichen in einer schwierigen Situation zu helfen und damit ein Zeichen für Frieden und Freundschaft zwischen unseren beiden Völkern zu setzen", betonte Professor Ungeheuer vor zahlreichen Schülern, Lehrern und Repräsentanten des öffentlichen Lebens.

Verchnjaja Vereja im Bezirk Vyksa, rund 300 Kilometer südöstlich von Moskau, gehörte zu den ersten Dörfern, die der Brandkatastrophe zum Opfer fielen. Alle Gebäude wurden zerstört, die 580 Einwohner verloren ihr gesamtes Hab und Gut.

Die Konzernleitung von SCHOTT hatte sich Anfang August entschlossen, als Soforthilfe 15.000 Euro für Betroffene in der Region Nizhny Novgorod bereit zu stellen. Nach Angaben der deutschen Bundesregierung sei SCHOTT das erste deutsche Unternehmen gewesen, das für die Betroffenen der Waldbrände gespendet habe. Professor Ungeheuer: "Gesellschaftliches Engagement, besonders an unseren Standorten, gehört zur Firmenkultur von SCHOTT." Neben der Spende durch das Unternehmen wurden Mitte August weitere 10.000 Euro beim jährlichen Abschlusskonzert der SCHOTT Initiative "Kinder musizieren mit Justus Frantz" unter den Konzertbesuchern in Mainz gesammelt.

Der Technologiekonzern SCHOTT verfügt in Russland über ein Werk in Bor, Region Nizhny Novgorod. Dort werden in mehreren Schritten Flachgläser veredelt, zum Beispiel durch Zuschneiden und Bedrucken. Diese Gläser werden an die Hausgeräteindustrie geliefert, die sie in Öfen und Kühlschränken einbaut. In Zavolzhe, ebenfalls in der Region Nizhny Novgorod, errichtet SCHOTT gegenwärtig ein weiteres Werk, in dem ab Ende 2010 Millionen von Fläschchen und Ampullen für die pharmazeutische Industrie Russlands hergestellt werden. Darüber hinaus ist SCHOTT mit einem Vertriebsbüro in Moskau vertreten.

Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer besuchte auch das Werk in Bor. SCHOTT Flat Glass Russia beschäftigt dort rund 90 Mitarbeiter. Bei einem Rundgang überzeugte er sich von der hohen Leistungsfähigkeit der Fertigung. Zuvor hatte er das Gymnasium Nummer 1 in Nizhny Novgorod besucht. Derzeit werden dort 760 Schüler unterrichtet. Deutsch ist Fokussprache und wird ab der zweiten Klasse unterrichtet. Professor Ungeheuer übergab an den Schuldirektor ein Notebook, einen LCD Beamer sowie eine Projektionswand.

Auf dem zweitägigen Besuchsprogramm standen auch Gespräche mit dem Gouverneur der Region Nizhny Novgorod, Valery Shantsev, sowie weiteren Vertretern der Administration. Professor Ungeheuer bedankte sich für die überaus herzliche Gastfreundschaft und die sehr gute Zusammenarbeit mit der Administration bei verschiedenen Projekten.

Nizhny Novgorod liegt rund 400 Kilometer östlich von Moskau am Zusammenfluss von Wolga und Oka. Mit 1,3 Millionen Einwohnern ist sie die fünftgrößte Stadt Russlands und ein bedeutender Industriestandort.

Quelle: Pressemeldung SCHOTT AG

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