Der Arzneimittelmarkt der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) von Januar bis November 2007
"Bereits bis Ende November 2007 haben Generika die Krankenkassen um sage und schreibe 5,9 Milliarden Euro entlastet. Für das gesamte Jahr zeichnet sich damit ein noch nie da gewesenes Einsparvolumen 6,4 Milliarden Euro ab. Das entspricht immerhin 0,6 Beitragssatzpunkten", erklärte Pro Generika-Geschäftsführer Peter Schmidt. "Der Anteil der Generikaverordnungen im GKV-Gesamtmarkt hat mittlerweile die Marke von 57% erreicht, im generikafähigen GKV-Markt - dort haben die Ärzte die Wahl zwischen einem patentfreien Erstanbieterprodukt und einem Generikum - beläuft er sich inzwischen auf 82%. Noch 2005 waren es lediglich 51% bzw. 74%. Die stark gestiegene Generikaquote zeigt, dass immer mehr Ärzte davon überzeugt sind, ihre Patienten durch die Verordnung eines Generikums mit sicheren, qualitativ hochwertigen, bewährten und doch modernen Arzneimitteln zu versorgen, die zudem stets preisgünstig und fast durchweg zuzahlungsfrei sind", so Schmidt weiter.
"Im Jahr 2007 haben Generika zum einen erneut einen essentiellen Beitrag dazu geleistet, die Arzneimittelversorgung der Bevölkerung bezahlbar zu halten. Zum anderen haben sie geholfen, die Mehrkosten von Innovationen sowohl in der Pharmakotherapie als auch auf dem Gebiet der Medizintechnik zu finanzieren. Generika sparen also nicht nur, sondern sie steuern ein gewichtiges Scherflein zum medizinischen Fortschritt bei. Generika gehören mithin zur GKV wie das Salz zur Suppe", betonte Schmidt.
Der Generikaabsatz ist mit 341 Millionen Packungen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 30 Millionen Packungen (9,7%) gestiegen. Einschließlich der zu Jahresanfang in Kraft getretenen Mehrwertsteuererhöhung haben die Krankenkassen für Generika mit 6,6 Milliarden Euro aber nur 5,5% mehr ausgegeben als bis zum November 2006. Die Kehrseite der Medaille: Die Generikahersteller selbst haben aus dem starken Absatzwachstum kein Kapital schlagen können. Denn zu Herstellerabgabepreisen stagniert ihr Umsatz bei 3,2 Milliarden Euro. "Berücksichtigt man, dass die Hersteller aus ihren Erlösen außerdem die nicht zu beziffernden Rabatte finanzieren müssen, die sie Krankenkassen nach § 130a Abs. 8 SGB V gewähren, tritt der hohe Margen- und Kostendruck mit aller Schärfe zutage, unter dem die Unternehmen stehen. Dieser Druck hat partiell bereits seine Ventile gefunden. Sie heißen Beschäftigungsabbau und Verlagerung der Produktion in Billigstandorte", schloss Schmidt.
Quelle: Pressemeldung Pro Generika e.V.
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