Der Anfang ist gemacht

23.10.2009 | Berlin
Die schwarz-gelbe Koalition hat sich auf die Grundzüge ihrer Arzneimittelpolitik verständigt. Peter Schmidt, Geschäftsführer des Branchenverbandes Pro Generika, erklärt dazu:

"Die Ankündigung, dass die neue Bundesregierung die hochgradige Überregulierung im GKV-Arzneimittelmarkt abbauen will, ist ein wichtiger erster Schritt in die richtige Richtung. Die Durchforstung des wild wuchernden Regulierungsdschungels ist längst überfällig.

Noch wichtiger für die Hersteller ist allerdings die Abschaffung der mittelstandsfeindlichen und an den Bedürfnissen der Patienten vorbeigehenden Arzneimittelrabattverträge, die Unternehmen Marktexklusivität gewähren. Diese Verträge haben die Generikaindustrie in einen ruinösen Unterbietungswettbewerb gestürzt, der ihre Leistungsfähigkeit akut bedroht.

Längerfristig machen sie aber alle Akteure einschließlich der Patienten zu Verlierern. Nicht zuletzt im Hinblick auf die Aussagen des bayerischen Gesundheitsministers Markus Söder (CSU) bei Maybrit Illner, bei Generika gebe es kaum noch Preisspielräume und das Rabattvertragssystem solle "auf eine vernünftige Basis" gestellt werden, geht Pro Generika davon aus, dass auch Schwarz-Gelb der Ernst der Lage klar ist.

Politik und Krankenkassen brauchen starke Generikaunternehmen als Partner, um die Teilhabe aller Versicherten am medizinisch-pharmakologischen Fortschritt dauerhaft zu sichern. Der scharfe Preiswettbewerb im Generikamarkt, der auch ohne Rabattverträge seit eh und je stattfindet, hat dazu geführt, dass die Krankenkassen allein im vergangenen Jahr um 7,8 Milliarden Euro entlastet wurden. Pro Generika hat schon vor der Wahl ein Konzept vorgelegt, das den Kassen ohne Rabattverträge weiterhin hohe Entlastungen durch Generika beschert.

Der Verband appelliert an die neue Bundesregierung, gemeinsam mit der Industrie - und nicht gegen sie - nach Lösungen zu suchen, die Patienten, Krankenkassen, Ärzten, Apothekern, der Industrie und dem Generikastandort Deutschland gleichermaßen zugute kommen.

Der Anfang ist gemacht, nun müssen Taten folgen. Denn: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!"

Quelle: Pressemeldung Pro Generika e.V.

Klicken Sie hier um zum Anfang der Seite zu gelangen.

Weitere News

Suche nach Lebensrettern: Über 400 Gothaer Mitarbeiter lassen sich für die DKMS typisieren

04.10.2011 | Konzernweite Typisierungsaktion des Versicherers am 4. Oktober Kölner Rockband Brings unterstützt Deutsche...

weiter in Suche nach Lebensrettern: Über 400 ...

Generika bieten dreifachen Nutzen - wenn man sie lässt

30.05.2011 | Das belegen Studien wie der Arzneimittel-Atlas 2010: Ärzte können unter deutlich mehr Präparaten auswählen;...

weiter in Generika bieten dreifachen Nutzen - ...

Comprix 2011 kürt die besten Kampagnen und Ideen der Healthcare-Kommunikation

16.05.2011 | Chronischer Schmerz ist schwer zu diagnostizieren. Um es Betroffenen und Ärzten in Zukunft einfacher zu...

weiter in Comprix 2011 kürt die besten ...

Roche Diagnostics führt neuen Test zum Nachweis von Eierstockkrebs ein

05.04.2011 | Seit heute ist der Elecsys HE4 Test zum Nachweis von Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) von Roche Diagnostics in...

weiter in Roche Diagnostics führt neuen Test ...



Aktuelles

Caprolactam- Fabrik in Ludwigshafen feiert 50- jähriges Jubiläum

BASF weltweit größter Hersteller von Caprolactam...

weiter ...

Kein Zurück bei der spezialärztlichen Versorgung

Die ambulante spezialärztliche Versorgung (ASV) muss jetzt...

weiter ...

Neuigkeiten

KBV unterschätzt Kassenzugriff auf Praxisdaten

gevko will IT-Infrastruktur monopolisieren

weiter ...

Schlaganfall - Stammzell- Therapie repariert Hirnschäden

Ein Schlaganfall verursacht nicht selten bleibende...

weiter ...