Daten bestätigen Bedeutung einer frühen Behandlung von Patienten mit Multipler Sklerose (MS)

10.09.2009 | Düsseldorf
Studienergebnisse belegen kognitive Funktionseinschränkungen und psychische Beeinträchtigungen im frühen Verlauf der MS

Neue, auf dem diesjährigen 25. ECTRIMS-Kongress (European Committee for Treatment and Research in Multiple Sclerosis) vorgestellte Ergebnisse verschiedener klinischer Studien zeigen, dass Symptome wie u.a. kognitive Defizite (Aufmerksamkeit etc.) oder Müdigkeit bei Patienten mit Multipler Sklerose (MS) schon sehr früh auftreten. Es können versteckte Anzeichen des Krankheitsverlaufs sein, ohne dass diese der Patient selbst so wahr nimmt. Daher kann ein früher Beginn der Therapie von großer Bedeutung sein.

Kürzlich veröffentlichte Daten der wegweisenden, über fünf Jahre durchgeführten BENEFIT-Studie deuten darauf hin, dass sich eine frühe Behandlung mit Interferon beta-1b günstig auf die kognitive Leistung auswirken könnte. Als Maßstab zur Erfassung kognitiver Leistungen wurde ein dafür etablierter Test verwendet - der "Progressive Auditive Serielle Additions Test" (PASAT).

"Studien konzentrieren sich meist auf körperliche Anzeichen der MS wie etwa das Fortschreiten der körperlichen Behinderung", sagte Habib Dable, Leiter des Therapiegebietes Neurologie/Ophthalmologie bei Bayer Schering Pharma. "Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen aber, dass eine Beeinträchtigung der kognitiven Funktionen bereits sehr früh im Krankheitsverlauf einsetzen und das Leben eines Patienten negativ beeinflussen kann. Deshalb investiert Bayer weiterhin in internationale Studien, wie zum Beispiel die nicht-interventionellen Studien CogniCIS und CogniMS. Wir wollen die Rolle der frühen Einschränkung kognitiver Funktionen bei MS besser erforschen und erwarten uns davon wichtige Erkenntnisse für die effektivere Behandlung der Krankheit."

Die Ergebnisse der zwei Beobachtungsstudien CogniCIS und CogniMS wurden jetzt auf dem ECTRIMS-Kongress präsentiert. Sie bestätigen, dass Depressionen und Müdigkeit oft parallel zu kognitiven Beeinträchtigungen auftreten können, und dies auch schon in einem frühen Krankheitsstadium. Daten aus den Studien zeigen außerdem, dass Angehörige bereits in frühen Stadien der Erkrankung geringe Veränderungen in der kognitiven Funktion erkennen können, die die MS-Patienten selbst so nicht feststellen.

"Die Verminderung der kognitiven Funktion bei MS-Patienten wird immer noch nicht ausreichend beachtet - obwohl sie das Leben der Patienten deutlich beeinträchtigen kann", sagte Dr. Dawn Landon, Leiterin der Abteilung Neuropsychologie, Royal Holloway, Universität London und leitende Neuropsychologin der Studien CogniCIS und CogniMS. "Diese Studien werden uns helfen, ein besseres Verständnis für die Entwicklung und die Folgen der kognitiven Funktionseinschränkung im frühen Verlauf der MS zu gewinnen. Diese Erkenntnisse können wichtige Auswirkungen auf die Therapie-Entscheidungen der behandelnden Ärzte haben und sind zusammen mit den schon bekannten Fakten klinisch bedeutsam."

MS-Patienten werden darüber hinaus durch die verschiedenen Programme dabei unterstützt, sich mit Depressionen, Angst und Sorgen auseinanderzusetzen, die sehr häufig gleich nach der Erstdiagnose auftreten. BETAPLUS ist ein maßgeschneidertes Hilfsprogramm für Patienten mit MS, das mit speziell ausgebildetem Krankenpflegepersonal individuellen Rat sowie umfangreiche Informationsmaterialien bietet. Das Programm unterstützt Patienten auch mit einer großen Auswahl an Hilfsmitteln, die eine Dauerbehandlung so einfach und komfortabel wie möglich machen sollen. Der umfassende BETAPLUS Service steht allen Patienten zur Verfügung, die Betaferon" verwenden. BETAPLUS verbindet die Behandlung und eine intensive Betreuung über die medikamentöse Therapie hinaus und hat das Ziel, das Alltagsleben für Patienten mit MS zu erleichtern.

Quelle: Pressemeldung Bayer Schering Pharma AG

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