Boehringer-Ingelheim baut weiteres Tierversuchszentrum in Biberach
Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. erhielt anonyme Hinweise, dass der Pharmakonzern Boehringer-Ingelheim in Biberach an der Riss ein riesiges neues Tierversuchslabor baut, das schon nächstes Jahr in Betrieb gehen soll. Die riesige Anlage gleiche einer kleinen Stadt und sei nur über mehrere Sicherheitsschleusen erreichbar. Es sei streng verboten Kameras, Handys oder ähnliches mit in das Gebäude zubringen damit keine Aufnahmen gemacht werden können. Die Räume seien schon fertig und bereits beschriftet als „Reserve Hund und Schwein“, oder „Mäuseraum“, „Kaninchenraum“ und enthielten viele Käfige und Geräte.
„Wir haben bei der Stadt Biberach nachgefragt, aber da wollte man uns keine Auskunft geben“, so Dr. Tanja Breining von PETA Deutschland e.V. In der Tat handelt es sich um ein weiteres Labor des Pharmagiganten Boehringer-Ingelheim, der auch in Hannover ein neues Zentrum plant. Donau3fm und weitere Medien berichteten bereits darüber, dass Boehringer-Ingelheim weitere 60 Millionen Euro in den Standort Biberach investiert. „Es ist eine Schande, dass Ministerpräsident Günter Oettinger und der Oberbürgermeister von Biberach, Thomas Fettback, ein solches Projekt befürworten und zur Genehmigung kommen lassen konnten - und dann auch noch geheim halten!“ so Dr. Breining weiter.
Dabei musste gerade erst diese Woche wieder eine Schlankheitspille, die im Tierversuch getestet worden war, vom Markt genommen werden. „Im Tierversuch getestete Medikamente sind eben nicht auf den Menschen übertragbar. Eine Maus reagiert anders auf ein Medikament als ein Meerschweinchen, eine Katze anders als ein Hund. Man kann die Ergebnisse nicht einfach so auf Menschen übertragen.“, so Dr. Breining. „Wer in einem Land, wo der Tierschutz mittlerweile seit 2002 gleichrangig zum Menschenschutz in der Verfassung steht, Tierversuche an Tausenden von Tieren im Jahr mit letalem, qualvollen Ausgang durchführen will, muss sich völlige Verantwortungslosigkeit vorwerfen lassen“, so PETA Deutschland e.V.
Die Organisation warnt auch die Bevölkerung in Süddeutschland ihre Haustiere nicht aus den Augen zu lassen. Es wäre nicht das erste Mal, dass verschwundene Tiere in Versuchslabors landeten.
Quelle: Pressemeldung PETA Deutschland e.V.
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