Biomarkertests von Roche unterstützen osteologische Forschung

06.03.2010 | Mannheim
Studienergebnisse beim Osteologiekongress 2010 in Berlin vorgestellt. Zum 25. Mal öffnete der Fachkongress "Osteologie 2010" vom 4. bis 6. März seine Tore. Rund 1.500 Wissenschaftler und Ärzte aus den Bereichen Endokrinologie, Orthopädie, Unfallchirurgie, Gynäkologie und Rheumatologie konnten sich in knapp 50 Veranstaltungen über die neuesten Entwicklungen in der interdisziplinären Knochenforschung informieren. Dazu zählte auch ein Symposium von Roche Diagnostics, das am 6.

März unter dem Titel "Knochengesundheit mit Hilfe von Biomarkern erkennen und erhalten" stattfand.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen zum einen die aktuellen Ergebnisse der Bochumer Postmenopausenstudie zu Vitamin D-Serumkonzentrationen, die Jochen Schumacher, Oberarzt der Klinik für Innere Medizin III am Alfried-Krupp-Krankenhaus Essen, vorstellte, und zum anderen der Stellenwert sensitiver Östradiolbestimmungen bei Patientinnen mit Brustkrebs, über die Prof. Dr. Peyman Hadji, Leiter des Schwerpunkts Gynäkologische Endokrinologie, Reproduktionsmedizin und Osteologie der Universität Marburg, berichtete.

Die Hormone Vitamin D und Östradiol beeinflussen wesentlich den Knochenstoffwechsel. Ihre Konzentrationsbestimmung gibt Hinweise darauf, wie hoch das Osteoporose- und Frakturrisiko bei Patientinnen nach den Wechseljahren ist. Darüber hinaus kann die präzise Bestimmung des Östrogenspiegels einen entscheidenden Beitrag für die Therapiesteuerung bei der anti-hormonellen Behandlung des Mammakarzinoms leisten. "Die hochpräzisen Biomarker-Tests Elecsys Estradiol II und Elecsys Vitamin D3 (25-OH) von Roche basieren auf der Massenspektrometrie als anerkannter Referenzmethode und sind deshalb gut geeignet, die klinisch relevanten Konzentrationen von Östradiol und Vitamin D3 zu ermitteln", erläuterte Jürgen Redmann, Geschäftsführer Vertrieb der Roche Diagnostics GmbH.

Klinische Relevanz von Vitamin D-Serumkonzentrationen

Bei Frauen in der Postmenopause ist die Vitamin-D3-Konzentration oftmals zu niedrig; dadurch haben die betroffenen Frauen ein erhöhtes Risiko, Knochenbrüche zu erleiden. Durch zahlreiche Untersuchungen belegt ist diese Problematik vor allem für ältere Menschen. Aber auch jede zweite Frau zwischen 45 und 65 Jahren leidet unter einem Vitamin D-Mangel, wie die Auswertung von Daten der Bochumer Postmenopausenstudie gezeigt hat. 23 Prozent der Studienteilnehmerinnen entwickelten im Beobachtungszeitraum von sechs Jahren einen Vitamin D-Mangel, d. h. die Vitamin D-Serumkon-zentration fiel unter den vom DVO (Dachverband Osteologie e.V.) empfohlenen Wert von 20ng/ml. Insbesondere bei Frauen, die z. B. wegen einer Osteoporose ein höheres Risiko für Knochenbrüche haben, kann die Bestimmung der Vitamin D-Konzentration im Blut sinnvoll sein, um frühzeitig geeignete Therapiemaßnahmen einleiten zu können. "Für postmenopausale Frauen, die sich nicht mindestens eine halbe Stunde pro Tag im Freien aufhalten und weitere Risikofaktoren für Frakturen aufweisen, empfiehlt sich die Einnahme von mindestens 1.000 Einheiten Vitamin D3 täglich", so Schumacher. "Mit den bisher üblichen, höchstens 800 Einheiten verfehlt man häufig den angestrebten Zielwert von 20 ng/ml".

Stellenwert von sensitiven Östradiolbestimmungen in der Osteoonkologie

Patientinnen mit einem erhöhten endogenen Östrogenspiegel haben ein höheres Risiko, an einem Brustkrebsrezidiv zu erkranken. Die zuverlässige Reduktion des Östrogenspiegels auf Null ist deshalb das Ziel der Therapie mit so genannten Aromatase-Inhibitoren. Östrogene sind jedoch von entscheidender Bedeutung für den Knochenstoffwechsel auch bei Frauen mit einem Mammakarzinom. Der Abfall des Östrogenspiegels unter Aromatase-Therapie führt zu einem signifikanten Anstieg des Frakturrisikos. Aus onkologischer Sicht ist es für den behandelnden Arzt wichtig, den endogenen Östrogenspiegel seiner Patientinnen maximal zu senken. Osteologisch bedeutet dies aber einen Anstieg der Nebenwirkungen im Knochenstoffwechsel. "In diesem Zusammenhang könnte der sensitiven Messung des Östradiol-Spiegels eine größere Bedeutung im Rahmen des Therapiemonitorings zukommen", erläuterte Peyman Hadji in seinem Vortrag. "Hierbei liefern Messmethoden wie Elecsys Estradiol II aufgrund ihrer hohen Sensitivität auch in sehr niedrigen Messbereichen zuverlässige Ergebnisse."

Zum Elecsys Vitamin D3 (25-OH)-Test

Elecsys Vitamin D3 (25-OH) dient zur quantitativen Bestimmung von 25-Hydroxyvitamin D3 in Humanserum und -plasma. Der Test wird durchgeführt bei Verdacht auf Vitamin D-Mangel z. B. bei Sonnenlichtmangel, reduzierter Vitamin D-Aufnahme, erhöhtem Vitamin D-Stoffwechsel durch Medikamenteneinnahme, erhöhtem Vitamin D-Verlust z. B. durch nephrotisches Syndrom, Störungen des Kalzium-/Phosphat-Gleichgewichtes oder vermindertem Knochenmineralgehalt.

Zu Aromatase-Inhibitoren

Aromatase-Inhibitoren hemmen das Enzym Aromatase, das die Bildung von Östrogen katalysiert, indem es in dessen Vorstufe Testosteron einen Ring aus sechs Kohlenstoffatomen aromatisiert, also in einen Benzolring umwandelt. Die Aromatasehemmer der dritten Generation sind hochselektiv, unterdrücken also ausschließlich die Bildung von Östrogen, nicht aber die anderer wichtiger Steroidhormone.

Zum Elecsys Estradiol II Test

Mit dem Elecsys Estradiol II Test können Östradiolmessungen auch bei niedrigen Konzentrationen mit zuverlässigen Ergebnissen vorgenommen werden. Aufgrund der analytischen Sensitivität von Elecsys Estradiol II (untere Nachweisgrenze 5 pg/ml) ist die Bestimmung sehr niedriger Östradiolkonzentrationen, wie z. B. bei postmenopausalen Frauen, unter Routinebedingungen möglich.

Quelle: Pressemeldung Roche Deutschland Holding GmbH

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