Bayer Schering Pharma präsentiert Studienergebnisse zu neuartigem Krebsmittel

30.05.2009 | Berlin
Phase-I- und Phase-II-Ergebnisse zu BAY 73-4506 vorgestellt

Bayer Schering Pharma hat heute auf der 45. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Orlando, USA, Ergebnisse einer Phase-I- sowie einer Phase-II-Studie zu BAY 73-4506 präsentiert. Der Wirkstoff ist ein neuartiger, als Tablette einzunehmender Multikinase-Inhibitor, der derzeit in verschiedenen Krebsarten geprüft wird.

"Bayer hat es sich zur Aufgabe gemacht, neue Krebstherapien zu entwickeln", sagte Kemal Malik, MD, Vorstandsmitglied der Bayer Schering Pharma AG und zuständig für Entwicklung. "Die jetzt vorgestellten Daten der Phase I und Phase II von BAY 73-4506 ermutigen uns, diesen vielversprechenden Entwicklungskandidaten in die klinische Prüfung der Phase III zur Behandlung verschiedenster Tumorarten zu bringen."

Die vorläufigen Daten einer offenen Phase-II-Studie bei Nierenzellenkarzinom (renal cell carcinoma = RCC) zeigten bei 27 Prozent der Patienten ein partielles Ansprechen entsprechend der Bewertungskriterien für solide Tumoren. Bei 79 Prozent der Patienten schritt die Krankheit für mindestens 12 Wochen nicht fort. Die am häufigsten aufgetretenen Nebenwirkungen waren das Hand-Fuß-Syndrom, Erschöpfung, Hypertonie, Schleimhautschädigung (Mukositis), Stimmstörung (Dysphonie), Hautausschlag, Durchfall und Appetitlosigkeit. An der Studie nahmen 49 zuvor unbehandelte Patienten mit eindeutig ursprünglichem RCC teil. BAY 73-4506 wurde jeweils über eine Behandlungsphase von drei Wochen einmal täglich in der Dosierung von 160 mg verabreicht, worauf jeweils eine einwöchige Behandlungspause folgte. Der primäre Endpunkt war die Ansprechrate entsprechend der Bewertungskriterien für solide Tumoren.

"Wir sind erfreut über die Studienergebnisse des Wirkstoffs BAY 73-4506. Sie bilden eine gute Basis für eine Phase-III-Studie in einer von mehreren möglichen Krebsarten, die auf BAY 73-4506 ansprechen könnten", sagte Studienleiter Professor Tim Eisen, Addenbrooke's Hospital an der University of Cambridge, Großbritannien, der die Daten präsentierte.

Zusätzlich wurden Daten einer Phase-I-Studie mit BAY 73-4506 zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Dickdarmkrebs (colorectal cancer = CRC), die auf eine vorherige Therapie nicht mehr angesprochen haben (refraktär), präsentiert. Die Daten wurden von Studienleiter Dr. med. Dirk Strumberg, Abteilung für Hämatologie und Medizinische Onkologie am Marienhospital Herne, Medizinische Fakultät der Universität Bochum, vorgestellt.

Die Daten dieser Dosisfindungsstudie zeigten, dass die tägliche Einnahme von BAY 73-4506 in einer Dosierung von 160 mg bei Patienten mit fortgeschrittenem refraktären CRC praktikabel ist. Der Behandlungszeitraum betrug 21 Tage, gefolgt von einer 7-tägigen Behandlungspause. Die klinischen Ergebnisse waren vielversprechend. Bei 74 Prozent der Patienten schritt die Krankheit für mindestens 12 Wochen nicht fort. Die am häufigsten aufgetretenen Nebenwirkungen waren das Hand-Fuß-Syndrom, Erschöpfung, Heiserkeit, Schleimhautschädigung, Durchfall, Appetitlosigkeit und Hypertonie. An der Studie nahmen 38 Patienten mit aktiv fortschreitendem CRC teil. Die Patienten wurden mit BAY 73-4506 in Dosen von einmal täglich 60 mg, 120 mg, 160 mg und 220 mg behandelt.

Quelle: Pressemeldung Bayer Schering Pharma AG

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