Barfuß. Im Fokus der Solidarität

21.01.2010 | Berlin
Die Ausstellung "Barfuß. Im Fokus der Solidarität" zeigt vom 27. Januar bis 14. Februar eine Auswahl der Arbeiten des französischen Fotografen und Filmemachers Gilles Corre in der St. Matthäus-Kirche im Kulturforum. Im Mittelpunkt der Bilder steht das Alltagsleben der Menschen in den Entwicklungs- und Schwellenländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas.

Begleitend thematisiert das 19. Donnerstagsgespräch der Kirchen im Haus der EKD am 28. Januar die "Mangelware Medizin" und die damit verbundenen Widersprüche zwischen den Lebensbedingungen in der nördlichen und der südlichen Hemisphäre. Beide Veranstaltungen werden gemeinschaftlich von der Stiftung St. Matthäus, der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung und sanofi-aventis organisiert und durchgeführt.

Mit seinen Fotografien nimmt Gilles Corre in der Ausstellung "Barfuß. Im Fokus der Solidarität" die Betrachter mit auf eine Reise zu den Bananenplantagen Brasiliens, in die Townships Südafrikas und an die Strände Indiens - dorthin, wo Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas unter schwierigsten Umständen, ohne Schutz vor Gewalt oder Krankheit und nahezu ohne Zugang zu Bildung, Arbeit und Gesundheit ihr Leben meistern. Sie gehen "barfuß" durch ihr Leben und kämpfen doch unbeirrt und in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft gegen ihr Schicksal an. Momentaufnahmen zeigen die große Energie dieser Menschen, die sich ihre Würde trotz aller Entbehrungen bewahren. Die Fotografien von Gilles Corre sind zugleich eine Hommage an den Einsatz engagierter Privatpersonen und Initiativen, die vor Ort Projekte zur Überwindung von Armut und sozialer Abhängigkeit aufgebaut haben.

Seit mehr als 20 Jahren fördert sanofi-aventis öffentliche und private Projekte in Ent­wicklungs- und Schwellenländern. Im Jahr 2002 kam die Idee auf, diese lokalen Initiativen erstmals umfassend vorzustellen und zu würdigen. Gilles Corre reiste nach Asien, Afrika und Lateinamerika, um das Engagement der Partner und die Lebenswelt der Menschen vor Ort filmisch und fotografisch festzuhalten.

Die Stiftung St. Matthäus präsentiert in Kooperation mit sanofi-aventis und der Gemein­samen Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) eine Auswahl seiner fotografischen Arbeiten sowie einige der entstandenen Filme in der St. Matthäus-Kirche im Kulturforum am Potsdamer Platz.

Zur Ausstellungseröffnung am Dienstag, 26. Januar, 19 Uhr,

wird Gilles Corre eine Einführung in sein ausgestelltes Werk geben. Parallel zur Ausstellung wird die Installation "zwei für eins" der Berliner Künstlerin Sibylle Wagner zu sehen sein. Diese Arbeit ist Bestandteil der Reihe "Das andere Altarbild".

Begleitend zur Ausstellung lädt die Gemeinsame Konferenz für Kirche und Entwicklung am 28. Januar, 18 Uhr, im Rahmen ihrer Donnerstagsgespräche zu einer Podiumsdiskussion ins Haus der EKD ein. Über das Thema "Mangelware Medizin - Zur Zusammenarbeit von Kirchen, Hilfsorganisationen und Pharmaunternehmen in Entwicklungsländern" diskutieren Gisela Schneider (Deutsches Institut für Ärztliche Mission), Gudrun Kopp (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), Samuel Mwenda (Christian Health Association of Kenya) und François Bompart (Sanofi-Aventis). Wie können die Menschen in Entwicklungsländern einen besseren Zugang zu Medikamenten erlangen? Ist der Patentschutz mitverantwortlich für hohe Medikamentenpreise? Welche Chancen und welche Grenzen bestehen bei der Zusammenarbeit von Pharmaunternehmen, Kirchen, Hilfswerken und Politik? Welche Erfolge können bereits gemeldet werden?

Ausstellung:

Ausstellungseröffnung: Dienstag, 26. Januar 2010, 19 Uhr

Ausstellungsdauer: 27. Januar bis 14. Februar 2010, Dienstag bis Sonntag 12 bis 18 Uhr

St. Matthäus-Kirche im Kulturforum, Matthäikirchplatz, 10785 Berlin

Donnerstagsgespräch "Mangelware Medizin":

28. Januar 2010, 18 Uhr

Haus der EKD, Charlottenstraße 53/54, 10117 Berlin

Quelle: Pressemeldung Sanofi-Aventis

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