BVL genehmigt "Santana" zur Bekämpfung des Drahtwurms in Mais
Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat am 12. März 2010 eine Ausnahmegenehmigung für die Anwendung des Pflanzenschutzmittels "Santana" zur Bekämpfung des Drahtwurms in Mais erteilt. Sie gilt ab dem 16. März 2010 für 120 Tage in den Bundesländern Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Die vom BVL genehmigte Menge reicht zur Behandlung von insgesamt 19.500 Hektar; das entspricht etwa 1 % der Maisanbaufläche in Deutschland.
Bei dem Mittel "Santana" handelt es sich um ein Mikrogranulat mit dem Wirkstoff Clothianidin, das bei der Aussaat des Mais in die Saatreihe abgelegt wird. Der Wirkstoff Clothianidin ist sehr giftig für Bienen. Zum Schutz der Bienen ist die Genehmigung deshalb mit strengen Auflagen verbunden: So ist die Anwendung auf Flächen beschränkt, die von Starkbefall bedroht sind. Betriebsleiter müssen sich dies bei ihrem zuständigen Pflanzenschutzamt bestätigen lassen und erhalten dann einen Berechtigungsschein zum Kauf des Mittels. Zur Ausbringung dürfen nur Geräte benutzt werden, die eine Eignung speziell für dieses Mittel haben. Mit diesen Geräten lässt sich die Vorschrift erfüllen, das Mittel vollständig in den Boden einzuarbeiten. Wenn sich im Umkreis von 60 Metern um die vorgesehene Behandlungsfläche Bienenstände befinden, sind die Imker vorab zu informieren. Die vier Bundesländer erlassen Allgemeinverfügungen, um diese Vorschriften durchzusetzen und werden die Anwendung durch ein Bienenmonitoring begleiten.
Als Drahtwurm bezeichnet man die Larven verschiedener Schnellkäferarten. Dieser Bodenschädling stellt die deutsche Landwirtschaft gegenwärtig vor große Probleme. Neben Mais sind auch andere Kulturen von Schäden bedroht. Für Mais stehen aktuell weder zugelassene Pflanzenschutzmittel noch andere Bekämpfungsmöglichkeiten zur Verfügung.
Quelle: Pressemeldung Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)
Weitere News
Zedernholzsohlen sind angesagt
21.02.2012 | In vielen Haushalten wird man vor dem Eintreten in die Wohnung, um das Parkett zu schonen freundlich...
weiter in Zedernholzsohlen sind angesagt ...KBV unterschätzt Kassenzugriff auf Praxisdaten
14.10.2011 | gevko will IT-Infrastruktur monopolisieren
weiter in KBV unterschätzt Kassenzugriff auf ...Schlaganfall - Stammzell-Therapie repariert Hirnschäden
03.09.2011 | Ein Schlaganfall verursacht nicht selten bleibende Hirnschäden. In der Folge kann es zu Gesichtslähmungen,...
weiter in Schlaganfall - Stammzell-Therapie ...Forschung zum Mitmachen: Boehringer Ingelheim auf dem Wissenschaftsmarkt in Mainz
30.05.2011 | Boehringer Ingelheim präsentiert sich auch in diesem Jahr auf dem Wissenschaftsmarkt der Johannes...
weiter in Forschung zum Mitmachen: Boehringer ...Wider die Illusion
20.05.2011 | Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) mahnt dringenden Handlungsbedarf in bestimmten...
weiter in Wider die Illusion ...Aktuelles
Caprolactam- Fabrik in Ludwigshafen feiert 50- jähriges Jubiläum
BASF weltweit größter Hersteller von Caprolactam...
weiter ...Kein Zurück bei der spezialärztlichen Versorgung
Die ambulante spezialärztliche Versorgung (ASV) muss jetzt...
weiter ...Neuigkeiten
KBV unterschätzt Kassenzugriff auf Praxisdaten
gevko will IT-Infrastruktur monopolisieren
weiter ...Weitere Themen
Gartenmöbel: Komfort und Sicherheit müssen stimmen
Wenn das schöne Wetter nach draußen lockt, dürfen gemütliche...
weiter ...Europäische Auszeichnung für BDI- Ehrenpräsident Dr. Gerd Guido Hofmann
Die U.E.M.S., die Europäische Fachärzte Union, hat den...
weiter ...Archiv
Reinhardt: Von den drängenden Problemen an Kliniken ist keines wirklich gelöst
Druck durch Ärztemangel wird weiter zunehmen
weiter ...Suche nach Lebensrettern: Über 400 Gothaer Mitarbeiter lassen sich für die DKMS typisieren
Konzernweite Typisierungsaktion des Versicherers am 4....
weiter ...Verschiedenes
BASF verlegt Hauptsitz des Unternehmensbereichs Dispersions & Pigments nach Hongkong
Die BASF plant den weltweiten Hauptsitz des...
weiter ...Reinhardt: Heilkunde muss allein ärztliche Aufgabe bleiben!
GBA überschreitet Grenze von Delegation zu Substitution
weiter ...
