Asthma-Therapie kinderleicht

29.06.2005 | München
Vogelberg-Studie belegt Vorteile des Novolizer" für Kinder

Die Inhalationstherapie bei Asthma hat sich seit Jahren bewährt. Im Vergleich zur oralen Therapie zeigt sie ein deutlich besseres Wirkungs-/Nebenwirkungs-Verhältnis. Der Erfolg der Medikation hängt dabei nachweislich nicht allein vom Wirkstoff ab. Auch das Inhalationssystem hat maßgeblichen Anteil an einer optimalen Behandlung des Asthma bronchiale. Gerade für Kinder spielt eine einfache Handhabung mit geringem spezifischem Inhalationswiderstand eine entscheidende Rolle.

Den Patienten steht eine Vielzahl verschiedener Inhalationssysteme für ihre Asthma-Therapie zur Verfügung. Grundsätzlich wird zwischen treibgasgetriebenen Dosieraerosolen, Trockenpulverinhalatoren und Düsen- bzw. Ultraschallverneblern unterschieden. Von der Qualität dieser Systeme hängt letztendlich ab, ob der verwendete Wirkstoff in genügendem Maße an seinen Zielort gelangt und die Therapie erfolgreich ist.

Die verbreiteten Dosieraerosole erfordern von Patienten ein hohes Maß an Koordination. Studien belegen, dass nur etwa 25 % der erwachsenen Patienten in der Lage sind, diese Dosiersprays korrekt und somit effektiv zu nutzen [1,2]. Die Handhabung von Trockenpulverinhalatoren ist deutlich einfacher. Bereits Kinder ab vier Jahren sind in der Lage, diese Geräte korrekt anzuwenden. Hierbei sind sowohl die Dosisabgabe als auch die Desagglomeration und damit die Generierung respirabler Partikel abhängig vom Inspirationsfluss. Gerade bei Kindern mit asthmatischen Erkrankungen können so Schwierigkeiten auftreten, die die Effektivität der Therapie einschränken.

In einer aktuellen Studie von Vogelberg et al. wurde untersucht, ob und mit welchem Aufwand Kinder mit mittelschwerem Asthma bei Verwendung des neuartigen Multidosisinhalators Novolizer" einen ausreichenden maximalen inspiratorischen Fluss (PIF) aufbauen konnten [3].

137 Jungen und Mädchen zwischen vier und elf Jahren mit leichtem bis moderatem, persistierendem Asthma (expiratorische Einsekundenkapazität: FEV1 unter 90 %) wurden im Rahmen einer deutschlandweiten offenen Multicenter-Studie erfasst. Alle Kinder wurden bereits mit Steroiden über andere Inhalationssysteme behandelt. Keines der Kinder hatte zuvor den Novolizer" verwendet.

Nach Bestimmung des FEV1 wurde zunächst der PIF ohne Inhalationsgerät und anschließend mit dem Testgerät (PIF-N) gemessen. Hierfür wurde aus drei Messungen der Mittelwert gebildet. Zusätzlich wurden die Maximal- und Minimalwerte und die Werte der jeweils ersten Inhalation statistisch ausgewertet.

Der durchschnittliche PIF lag bei 128 ± 61 L/min, der durchschnittliche PIF-N bei 69 ± 18 L/min. Bei den Kindern ab vier Jahren stieg PIF-N linear mit dem Alter an und erreichte ab acht Jahren ein Plateau. Diese Beobachtung konnte zuvor bereits mit einem anderen Pulverinhalator gemacht werden [4]. Die erzielten Werte lagen deutlich über dem nötigen Minimalfluss von 35 bis 50 L/min. 96 % der Kinder gelang es, den Widerstand des Inhalators zu überwinden.

Im Vergleich zu anderen Geräten mit einer Reduktion des PIF um bis zu 75 % lag die Differenz zwischen PIF und PIF-N bei dem Novolizer" bei nur 46 % [5]. Der mittlere bis niedrige spezifische Widerstand des Inhalators erlaubt einen relativ hohen PIF-N, was gerade für Kinder eine deutliche Erleichterung und Effizienzsteigerung der Therapie bedeutet.

84 % der Kinder unter sechs Jahren und 100 % über sechs Jahren waren in der Lage, einen ausreichenden PIF-N aufzubauen.

Entgegen der bisherigen Empfehlung, den Novolizer" für Kinder ab zwölf Jahren zu verwenden, zeigte sich, dass seine Verwendung bereits für Kinder ab vier Jahren möglich ist. Zugelassen ist der Novolizer" mit Budesonid und Formoterol ab sechs Jahren und mit Salbutamol ab vier Jahren.

Zudem bietet der Novolizer" ein unerreichtes Maß an Anwendungssicherheit. Nur bei einer korrekten Inhalation mit ausreichendem PIF-N wird die Triggerschwelle und somit die Freisetzung des Wirkstoffs ausgelöst. Ein erfolgreicher Vorgang wird dreifach, durch Farbwechsel in einem Sichtfenster, ein akustisches Signal und den süßen Geschmack des Hilfsstoffs Laktose bestätigt. Das Applikationsgerät ist ideal für die Asthmatherapie von Kindern. Neben der einfachen Handhabung ist auch die Kontrolle der korrekten Inhalation für die jungen Patienten und ihre Eltern möglich.

Quelle: Pressemeldung Astellas Pharma GmbH

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