Arzneikosten pro Versicherten in Bayern am niedrigsten
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind die Kosten in Bayern allerdings um 4,2 Prozent gestiegen.
Die Ärzte haben im ersten Quartal 2010 fast fünf Millionen Arzneimittelpackungen verordnet. Rund 560.000 Medikamentenpackungen wurden allein in Bayern in öffentlichen Apotheken abgegeben. Durchschnittlich bekam jeder bei der KKH-Allianz versicherte Bayer in diesen drei Monaten zwei Medikamentenpackungen.
Bei der Verordnung von günstigeren Nachahmerprodukten, den so genannten Generika, sind die Ärzte im Bundesland Bayern noch etwas zögerlich. Der Generika-Anteil am generikafähigen Markt (Generika und patentfreie Originalpräparate) lag im ersten Quartal bei unter 86 Prozent. Dabei müssen Patienten keine Nachteile durch den Austausch eines patentfreien Originalpräparates durch ein günstigeres Generikum befürchten: Wirkstoffstärke und Packungsgröße bleiben gleich.
Dass vor allem die patentgeschützten Originale deutlich teurer sind als Generika-Präparate, belegt ein Vergleich der durchschnittlichen Packungskosten im ersten Quartal 2010. In Bayern lag der Durchschnittspreis für ein patentgeschütztes Originalpräparat beispielsweise um ein sechsfaches über dem Preis für ein Generikum.
Die Preise für patentgeschützte Originalpräparate sind allein im ersten Quartal in Bayern um 19 Prozent gestiegen. Angesichts dieser Preisentwicklung sehen Experten ein Preismoratorium wie es im Arzneimittelsparpaket beschlossen wurde, als eine wichtige Maßnahme an, um einem weiteren Anstieg der Kosten im Gesundheitswesen entgegenzuwirken
Quelle: Pressemeldung KKH-Allianz
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