Abbott verleiht Forschungspreis an Professor Jan Münch
Prof. Münch erhielt das Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro in Anerkennung seiner Forschung zur Entdeckung eines neuen Eiweißstoffes, der das Eindringen des HI-Virus in die T-Helfer-Zellen der menschlichen Immunabwehr verhindert. Hierdurch kann sich das Virus im Körper nicht mehr weiter vermehren und das Immunsystem schädigen - was zur Entstehung von AIDS führt. Den hemmenden Effekt des natürlich im Blut vorkommenden Eiweißes konnten Münch und sein Team sogar noch weiter steigern, indem sie dessen Molekülstruktur biotechnologisch veränderten. Der so entstandene, neue HIV-Hemmstoff könnte möglicherweise eine neue Klasse antiviraler Medikamente begründen.
Prof. Münch wurde 1972 in Oldenburg geboren und promovierte nach seinem Biologiestudiums mit summa cum laude am Institut für Virologie der Universität Erlangen-Nürnberg. Nachdem er zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Universitätsklinikum Ulm tätig war, wurde er am 1. Mai 2005 zum Juniorprofessor berufen.
Der 2008 im sechsten Jahr von Abbott verliehene "Dr.-Ernst-Wiethoff-Preis" für innovative klinische Forschung trägt den Namen des langjährigen medizinischen Direktors von Abbott Deutschland, der von 1967 bis 1993 für klinische Forschung verantwortlich war und zudem den wissenschaftlichen Austausch in Deutschland förderte. Der Preis richtet sich speziell an junge Wissenschaftler bis zum Alter von 38 Jahren, die eine klinisch bedeutsame, medizinische Innovation geschaffen haben. In diesem Jahr hatten sich 27 Wissenschaftler aus ganz Deutschlands um den Preis beworben. Die Auswahl des Preisträgers erfolgte durch ein unabhängiges Gremium aus allen Bereichen der Medizin.
Quelle: Pressemeldung Abbott GmbH & Co. KG
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