AOK-Rabattverträge fördern Wettbewerb und stützen mittelständische Unternehmen
"Die Angriffe der Pharmaverbände gegen die Rabattverträge zeigen nur, dass wir endlich ein wirkungsvolles Instrument haben, um die ausufernden Arzneimittelausgaben ohne Verlust an Qualität in den Griff zu bekommen", sagte der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Dr. Herbert Reichelt, am Donnerstag (18. Februar) in Berlin.
Die "Sparvorschläge" des Verbandes Pro Generika und des Bundesverbandes der Arzneimittelhersteller (BAH) bezeichnete der Vorstandsvorsitzende als "reichlich durchsichtige Placebos, die Gewinne sichern sollen". Allen diesen Konzepten sei zu Eigen, "dass sie am Ende die Patienten und Versicherten zur Kasse bitten, entweder direkt durch höhere Zuzahlungen in der Apotheke oder indirekt durch höhere Krankenkassenbeiträge".
Die Pharmalobby versuche den Eindruck zu erwecken, als hätten die Krankenkassen mit den Rabattverträgen Unruhe in die Praxen und Apotheken gebracht, sagte der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes: "Das Gegenteil ist der Fall. Die AOK-Rabattverträge mit einem Hersteller für ein Mittel in einer Region für die Dauer von mindestens zwei Jahren sind für die Patienten eine deutliche Verbesserung. Damit wird der bei Generika sonst unvermeidliche ständige Medikamentenwechsel vermieden."
Oligopole nicht wieder restaurieren
"Die AOK-Rabattverträge fördern den Wettbewerb. Sie unterstützen auch den Mittelstand", betonte Reichelt. "Durch das Ausschreibungsverfahren der AOK über Fach- und Gebietslose kommen nachweislich mittelständische Hersteller zum Zug. Das Vergaberecht schützt ausdrücklich die Interessen des Mittelstandes. Die AOK erfüllt diese Vorgaben. Dadurch ist es gelungen, die marktbeherrschende Stellung einiger großer Pharmaunternehmen zu brechen. Diese Oligopole dürfen jetzt nicht wieder restauriert werden."
Quelle: Pressemeldung AOK-Bundesverband GbR
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